Politik

Montagsdemo-Splitter vom 17. Januar 2011: "Wer Angst vorm Kommunismus hat, hat Angst vorm Volk!"

20.01.11 - Auf der Montagsdemo in Essen hieß es: "Glückwunsch an die Tunesier, die der 23 Jahre andauernden Diktatur von Ben Ali ein Ende gemacht haben!" Auch aus Saarbrücken gingen Grüße an das tunesische Volk. Engagierte Frauen meldeten sich zudem für die Vorbereitung des 8. März mit massiver Kritik an der frauenfeindlichen Politik der saarländischen Regierung zu Wort.

Wie auf vielen anderen Montagsdemos gab es auch in Karlsruhe eine breite "Kommunismus-Debatte". Zitate von Einstein, Picasso und Thomas Mann über den Unsinn des Antikommunismus regten zum Nachdenken an. Die Angst vor dem Kommunismus haben diejenigen, die was zu verlieren haben, wenn sie auf ihren Reichtum durch Ausbeutung verzichten müssten. In dem Sinne machten viele Redner deutlich, dass diejenigen, die Angst vorm Kommunismus haben, in Wahrheit Angst vorm Volk haben. 

In Esslingen empörten sich Montagsdemonstranten über Ministerpräsident Stefan Mappus, der auf einer Wahlveranstaltung die "S21"-Gegner verunglimpfte, und wünschten ihm das gleiche Ende wie Herrn Ben Ali in Tunesien.

Der Schauspieler Walter Sittler berichtete in Hamburg engagiert vom Protest gegen "S21" und zählte den "Schwabenstreich" an, dem sich zahlreiche weitere Initiativen anschlossen.

Mit der Forderung "Regelsatz für Diäten!" wollten Montagsdemonstranten in Görlitz klarstellen, dass es keinen nachvollziehbaren Grund für die Riesendifferenz von Politikerdiäten und Hartz-IV-Armut gibt.

Ganz in diesem Sinne machten sich die Montagsdemonstranten in Mülheim/Ruhr bereits über die "wahnsinnige Hartz-IV-Erhöhung" von 5 Euro lustig, so sie denn käme.