Politik

"Wuppertal stellt sich quer!"

Wuppertal (Korrespondenz), 27.01.11: Für den 29. Januar haben Neonazis aus ganz Nordrhein-Westfalen, teils öffentlich bekannt und gerichtsnotorisch, eine Demonstration in Wuppertal angemeldet, ausdrücklich "gegen Antifaschismus". Das hat sofort den Widerstand dagegen mobilisiert. Es hat sich ein Bündnis entwickelt, das diesen Aufmarsch von Neonazis stoppen will.

Schon das Datum ist eine reine Provokation: zwei Tage nach dem 66. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz und zwei Tage vor dem Tag der Installierung des Hitlerfaschismus 1933. Beeindruckend ist dabei die bislang in Wuppertal nicht da gewesene Breite des Bündnisses. 661 Unterstützer haben sich bislang eingetragen.

Verschiedenste Parteien und Organisationen, von der Linkspartei, den Grünen, der MLPD, der Piratenpartei bis hin zur CDU-Ratsfraktion, unterschrieben den Aufruf, ebenso die Gewerkschaften, die Wuppertaler Bühnen, Selbstorganisationen wie der Frauenverband Courage, VVN, Autonome, Schülervertretungen – bis hin zu Unternehmern und zahlreichen Einzelpersonen. Die Mobilisierung geht weit über Wuppertal hinaus, und es sind viele Jugendliche, die aktiv werden.

Neu ist, es gibt keinerlei Ausgrenzungsdebatten, sondern es wird gemeinsam darum gerungen, dass den Faschisten kein Fußbreit an Boden gestattet wird. Die MLPD beteiligt sich aktiv an dem Bündnis. Sie lädt auch zu einer Gesprächsrunde am 27. Januar, 18.30 Uhr im Courage-Zentrum, Holsteiner Straße 28 zum Thema: "Warum werden die faschistischen Organisationen nicht verboten?"