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Anschlag in Russland: Rechtfertigung für Faschisierung

28.01.11 - 35 Tote und 180 zum Teil schwer Verletzte sind die Opfer des reaktionären Terroranschlags auf den Moskauer Flughafen Domodedovo. Ein Mitglied der Marxistisch-Leninistischen Plattform Russlands nahm gegenüber "rf-news" Stellung zu den Hintergründen.

"In Russland wird die Faschisierung des Staatsapparates vorangetrieben. Zum Beispiel werden neofaschistische und ultrareaktionäre Demonstrationen von der Putin-Regierung erlaubt. Es ist eine neue Hauptlinie von Putin und Präsident Medwedjew - diese Faschisierung, weil 2011 wieder Dumawahlen sind.

In der heutigen Gesellschaft gibt es eine Welle rechtsreaktionärer Aktionen. Das Regime unterstützt diese Kräfte. Die realen Probleme in der Gesellschaft, zur Arbeitslosigkeit kommen jetzt noch drastische Preiserhöhungen hinzu, verschärfen die Klassenwidersprüche.

Und solche Anschläge werden genutzt zur Rechtfertigung der Verschärfung der Überwachung der Bevölkerung, nicht nur im Nordkaukasus, das ist auch Wasser auf die Mühlen dieser ultrareaktionären Kräfte und ihre brutalen Überfälle auf Nordkaukasier.

Der Anschlag kann nicht zuletzt genutzt werden zur Kriminalisierung der Revolutionäre und der Arbeiterbewegung in ganz Russland. Das ist also nützlich für die Geheimdienste, für die Regierung, für die Armee, die Inlandstruppen usw. Außerdem erhalten diese Institutionen mehr Staatsmittel für den Kampf gegen den sogenannten 'Terrorismus', ebenso für den Krieg im Nordkaukasus."