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Brutale Unterdrückung von Gewerkschaftsrechten in der Türkei

29.01.11 - Die Firma Suni Deri in Corlu, die Kunstleder herstellt, zeichnet sich durch ein besonders gewerkschaftsfeindliches Vorgehen aus. Die Gewerkschaft Deri-Is (Leder- und Schuh-Gewerkschaft) konnte 65 der 102 Beschäftigten organisieren. Damit wurde die 50-Prozent-Hürde überschritten und die Gewerkschaft beim Arbeitsministerium zur Registrierung angemeldet.

Trotzdem weigern sich die Bosse, mit der Gewerkschaft zu verhandeln und ziehen vor Gericht gegen die Anerkennung. Gleichzeitig üben sie Druck auf die Arbeiter aus, damit sie aus der Gewerkschaft austreten. 15 Arbeiter, die sich weigerten, wurden entlassen. Trotzdem weigert sich die Mehrheit der Arbeiter, dem Druck nachzugeben. 

Seit dem 10. Dezember macht die Gewerkschaft eine Mahnwache vor dem Betrieb und hat ein Zelt zum Schutz vor dem Wetter aufgebaut. Nachdem am 15. Januar die Arbeiter nach Istanbul gefahren waren, um dort zu protestieren, brannten die Bosse in der folgenden Nacht das Solidaritätszelt nieder.

Die Gewerkschaft erklärt, dass sie eine lange Geschichte des Widerstandes hat und sich durch solche Methoden nicht einschüchtern lässt. Solidaritätsbotschaften (möglichst in türkischer oder englischer Sprache) sind willkommen an folgende Adresse: info@deriissendikasi.com