Politik

07.02.11 - Was ein Spitzel alles darf

Im Rahmen seiner Ausspähung linker Proteste beging der englische Spitzel Marc Kennedy 2007 in Berlin eine Brandstiftung, die allerdings als "Bagatelldelikt" nicht bestraft wurde. Straffrei blieb auch seine Weitergabe von Kokain und Heroin, als er sich als Drogenkurier getarnt hatte. Nach Angaben des BKA-Chefs ist Kennedy unter dem Decknamen Sone vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm von den mecklenburgischen Sicherheitsbehörden angefordert worden. Wie in solchen Fällen üblich, sei ein Vertrag zwischen dem Land und den Briten geschlossen worden. Für seine Spitzeldienste in Deutschland erhielt Kennedy insgesamt 280.000 Euro. Kennedy soll in rund 20 Ländern für verschiedene Geheimdienste tätig gewesen sein.