Politik

Faschistische Provokationen - und antifaschistischer Widerstand

02.02.11 - Toni Lenz, Kreisvorsitzender der MLPD Gelsenkirchen, protestiert gegen eine NPD-Provokation: Auf die Haustür der Hauptstr. 40, die auch Eingang zum Parteibüro der MLPD Gelsenkirchen ist, wurden am 30. Januar mehrere Aufkleber der faschistischen NPD geklebt. "Das richtet sich offen gegen die MLPD und kommt einer Drohung gleich", so der Kreisvorsitzende der MLPD.

Vor dem Hintergrund eines wachsenden Linkstrends rücken faschistische Kräfte ihre Angriffe vor allem auf die Arbeiterbewegung, linke Kräfte und Marxisten-Leninisten. "Wir werden auf jeden Fall die antifaschistische Aufklärung verstärken und am Zusammenschluss der antifaschistischen Kräfte weiter arbeiten. Den Faschisten keinen Fußbreit in der Bergarbeiterstadt Gelsenkirchen und auch nicht anderswo!", so Toni Lenz.

Wuppertal stand im Zeichen eines breiten antifaschistischen Widerstands am vergangenen Wochenende. Dort beteiligten sich am 29. Januar mindestens 5.000 Antifaschisten eines sehr breiten Bündnisses, der größte Teil Jugendliche, an der Kundgebung und den Blockaden gegen die von dem Kölner Faschisten Reitz angemeldete Demo "gegen Antifaschismus".

Schon die Anreise der Faschisten von Köln wurde über die Blockade der Bahngleise in Solingen verzögert, der gesamte Bahnverkehr rund um Wuppertal war mehrere Stunden lahmgelegt. Es gab ein massives Polizeiaufgebot von 1.500 Polizisten mit Einsatz von Reizgas und Schlagstock. Ständig flogen zwei Hubschrauber über dem Bergischen Land. Darunter einer von der Bundespolizei, der alles filmte. Wer sich weiter informieren will, kann dies im Internet tun bei wuppertal-gegen-rechts.de.

Aus Hamburg-Harburg wird berichtet: 600 überwiegend Jugendliche protestierten gegen die NPD-Provokation am 29. Januar vor dem Einkaufszentrum in Harburg. Die Kundgebungsredner aus einem breiten Spektrum forderten das Verbot dieser Faschistenkundgebung und viele weitergehend das Verbot aller faschistischen Parteien. Der faschistische Veranstaltungsleiter T. Wulff hat noch eine Woche zuvor zum Beil gegriffen, als ein Hamburger Ladenbesitzer gegen die NPD-Wahl-Plakate vor seiner Tür protestierte.

Zudem ist es zu verurteilen, dass der Landeswahlausschuss die Kandidatur der NPD zu den vorgezogenen Bürgerschaftswahlen zugelassen hat. "Wer dem Übel an die Wurzel will, muss die sozialistische Alternative MLPD stärken!" - so verkauften wir etliche "Rote Fahnen", "Rebell"-Magazine und die Verbotsanträge der MLPD und sammelten zum Teil hohe Spendenbeträge.