International

Wir wollen Frauenporträts aus einer Bergarbeiterregion mit nach Venezuela nehmen

Marl (Korrespondenz),10.02.11: Die Stadtfrauenkonferenz Marl überlegte sich, wie sie das Leben und die Visionen der Frauen und ihrer Familien aus ihrer Region den Frauen auf der Weltfrauenkonferenz vorstellen können. Sie machen dazu eine kleine Broschüre mit Interviews von Frauen in bunter Zusammensetzung: Bergarbeiterfrauen, Alleinerziehende, arbeitslose Frauen, Gewerkschafterin, einer aktiven Jugendvertreterin, Lehrerin, Frauen aus Courage usw. Darin stellen sie sich und ihren Lebensalltag, ihre Kämpfe, sowie ihre Wünsche für die Zukunft vor und schicken ihre persönlichen Grüße und Vorschläge an die Weltfrauenkonferenz. So sind sie auch präsent – auch wenn sie nicht selbst mit nach Venezuela fahren.

Eine alleinerziehende Mutter, berichtet von ihrer harten Arbeit als Landwirtin in der ehemaligen DDR, ihrer Flucht in den Westen, weil sie von ihrem Mann getrennt wurde, ihr Leben als Hartz IV- Empfängerin und wie sie Schwung und Kraft gefunden hat, seit sie sich im Frauenverband Courage organisiert hat. Ihre Grüße nach Venezuela: „Ich wünsche den Frauen auf der Welt viel Glück, dass wir zusammen frei werden und sorglos, in Frieden und Freiheit leben können. Und dass wir es erreichen, bevor es zu spät ist.“
Diese Grüße sollen auch bei der Aktion der Stadtfrauenkonferenz am 8. März in Recklinghausen vorgetragen werden, um so die Anliegen der Frauen in Deutschland mit denen auf der ganzen Welt und mit der Weltfrauenkonferenz in Venezuela zu verbinden.