Kultur

14.02.11 - Berlinale: Protest für inhaftierten Jafar Panahi

Der iranische Filmemacher Jafar Panahi wurde im Dezember 2010 zu sechs Jahren Haft und zwanzig Jahren Berufs-, Interview- und Reiseverbot verurteilt. Bei der derzeit stattfindenden Berlinale ist deshalb ein Stuhl bei allen Vorstellungen der Wettbewerbsfilme im Berlinale-Palast leer, symbolisch freigehalten für Jafar Panahi, der vor seiner Festnahme in die internationale Wettbewerbsjury der 61. Berliner Filmfestspiele berufen worden war. Wichtige Repräsentanten des iranischen Kinos wie Abbas Kiarostami ("Quer durch den Olivenhain"), Mohsen Makhmalbaf ("Kandahar") und Bahman Ghobadi ("Zeit der trunkenen Pferde") haben angesichts der andauernden Repression durch das iranische Regime das Land verlassen und leben und arbeiten im Exil.