Betrieb und Gewerkschaft

Unikliniken bereiten sich auf Streik vor

Essen (Korrespondenz), 16.02.11: Am 4. Februar startete offiziell die Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder.

Betroffen sind davon ca. 800.000 Beschäftigte, darunter wir sogenannten nichtwissenschaftlich Beschäftigten der sechs Universitätskliniken von NRW  und 1,24 Millionen Beamte, auf die das Verhandlungsergebnis dann übertragen werden soll. Die Bundestarifkommission hat eine Erhöhung der bisherigen Entgelte von 50 € plus 3% beschlossen, auch für Auszubildende. Obwohl diese Forderung in unseren Augen schon niedrig genug ist, steht nach Aussage des Vorsitzenden der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), Hartmut Möllring, für Personalkostenerhöhungen nur ein Prozent zur Verfügung. Diese Tarifrunde wird deshalb nicht leicht, zumal der TdL-Bereich noch wenig gewerkschaftlich organisiert ist, kaum Streikerfahrung hat und in kleine Bereiche zersplittert ist. Die Unikliniken sind da noch mit am größten und haben dadurch auch eine wichtige Rolle in der Tarifauseinandersetzung, zumal Beamte nicht einmal ein Streikrecht bei Tarifverhandlungen haben.
Wir werden deshalb die Tarifrunde vor allem nutzen, um weitere Gewerkschaftsmitglieder für ver.di zu gewinnen und unsere Vertrauensleutearbeit zu stärken. Trotzdem müssen wir uns nicht kleiner machen, als wir sind. Schließlich sind wir stolz darauf, dass wir 2006 in einem 16wöchigen Streik unsere damalige Forderung nach einem Tarifvertrag durchgesetzt haben. Auch jetzt bereiten wir uns auf einen Streik vor. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 24./25. Februar statt. Deshalb machen die betroffenen Betriebe in dieser Woche Aktionen, um die Kolleginnen und Kollegen dafür zu mobilisieren.