Politik

Kein Kuschelwahlkampf mit der MLPD - Wahlkampfauftakt der MLPD/offene Liste in Sachsen-Anhalt

Kein Kuschelwahlkampf mit der MLPD - Wahlkampfauftakt der MLPD/offene Liste in Sachsen-Anhalt

Magdeburg (Korrespondenz), 26.02.11: Hunderte Magdeburgerinnen und Magdeburger wurden heute bei strahlendem Sonnenschein und klirrender Kälte Zeugen des Wahlkampfauftaktes der MLPD in Sachsen-Anhalt. Von 14.00 Uhr bis 16.30 Uhr stellten sich die Kandidatinnen und Kandidaten der Landesliste sowie die drei Magdeburger Direktkandidaten am Alten Markt in der Innenstadt vor. Der Wahlkampf bekam damit direkt ein belebendes Element. Tausende Wahlzeitungen fanden interessierte Abnehmer.

In vielen tiefgehenden Gespräche zeigte sich der echte Sozialismus als der Trumpf der MLPD in diesem Wahlkampf. Während man sich über die Ablehnung von Niedriglöhnen, Hartz IV und ähnliches schnell einig war, drehten sich die meisten Gespräche um weitergehende Fragen: Die Verarbeitung von 1989, Schlussfolgerungen aus der Fehlentwicklung der DDR, wie das Leben im echten Sozialismus organisiert wird, die Stellung zur Linkspartei. Andere wirkten noch richtiggehend eingelullt vom Schmusekurs der bürgerlichen Wahlkämpfer. Sie blieben freundlich desinteressiert.

Die große Koalition aus CDU und SPD will ihre Regierung fortsetzen und setzt auf Harmonie. Führende Linkspartei-Vertreter wie Wulf Gallert biedern sich bei der SPD an, um mit ihr eine Regierung zu bilden. Auf der Strecke bleiben dabei die Themen, die die Menschen wirklich interessieren. Wie es mit dem Land weitergehen soll, was tun gegen die grassierenden Dumpinglöhne, was tun gegen die wachsende Armut?

Die Kandidatinnen und Kandidaten der MLPD nahmen kein Blatt vor den Mund. Als einzige Partei thematisiert die MLPD den Internationalen Frauentag in ihrem Wahlkampf und tritt für die Befreiung der Frau ein. Monika Kuske (Magdeburg), Spitzenkandidatin der Landesliste, hielt die Hauptrede der MLPD. Sie schilderte unter anderem die dramatische soziale Lage der Masse der Frauen in Sachsen-Anhalt. Sie sind überdurchschnittlich von Niedriglöhnen, befristeten Arbeitsverhältnissen, Unterbeschäftigung und Arbeitslosigkeit betroffen. Jörg Weidemann (Halle), auf Platz 2 der Landesliste, prangerte die Heuchelei der bürgerlichen Politiker an, die einerseits behaupten, sich für Menschenrechte in Nordafrika einzusetzen, während sie jahrzehntelang per du mit allen Diktatoren dieser Region Geschäfte machten und diese unterstützten.

Gabi Gärtner (Solingen), die frauenpolitische Sprecherin der MLPD, ermutigte alle Frauen, sich für eine gesellschaftliche Zukunft zu engagieren. Frank Oettler, Rita Renner, Klaus Fuchs, Angelika Trendelenburg und Mario Lüpke stellten sich ebenfalls vor. Mario Lüpke (Magdeburg) von Jugendverband REBELL hob unter viel Beifall vor allem die notwendige Konsequenz im antifaschistischen Kampf und für das Verbot der NPD und aller anderen faschistischen Organisationen.

Besonders die Perspektive des Sozialismus/Kommunismus wurde von allen Rednerinnen und Rednern betont. "Es muss sich grundlegend etwas ändern in diesem Land", damit sprachen sie vielen Magdeburgern aus der Seele. Die Hauptauseinandersetzung ging darum, sich selbst an dieser gesellschaftsverändernde Zukunftsbewegung zu beteiligen. In der Wählerinitiative mitzumachen, sich näher mit der MLPD auseinander zusetzen und am 20. März MLPD (Liste 11) zu wählen, statt auf Wahlenthaltung oder bessere Stellvertreter zu setzen. Einige haben sich heute auf den Weg gemacht und sich für die Wählerinitiative eingetragen, aber das können und müssen noch viel mehr werden. Die verschiedenen Redebeiträge wurden kulturell umrahmt durch die Lieder des Berliner Straßenrockmusikers Karl Nümmes.