Frauen

Grüße an die Frauen der Welt - kämpferische Aktionen im Vorfeld des 8. März

Grüße an die Frauen der Welt - kämpferische Aktionen im Vorfeld des 8. März
Gelsenkirchen am 5. März: Luftballongrüße nach Caracas

06.03.11 - Aus Caracas grüßt die derzeit stattfindende erste Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen die Frauen der Welt - und in Deutschland eröffneten am Samstag zahlreiche lebendige Aktionen den Fest- und Kampftag "100 Jahre Internationaler Frauentag". Der weltweite Aufschwung der kämpferischen Frauenbewegung ist dieser Tage an vielen Orten der Welt ganz besonders sicht- und spürbar.

Mit vielen bunten Luftballons grüßten Frauen aus Gelsenkirchen am 5. März die Frauen der Welt und die Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Venezuela. Ein Frauennetzwerk aus verschiedenen Parteien und Organisationen gestaltete gemeinsam eine Straßenaktion zum Internationalen Frauentag sowie eine Demonstration. "Der Blick und die Gedanken gingen zu den Frauen in Nordafrika und in Arabien, die im Kampf für Freiheit und Brot in vorderster Reihe stehen, zu den Frauen in Italien und in Bangladesh, die für die Würde der Frauen und um bessere Lebensverhältnisse kämpfen", berichtet die "rf-news"-Korrespondentin vor Ort. Im Namen der MLPD nahm Renate Mast am offenen Mikrofon Stellung: "Immer weniger Frauen können von ihren Einkommen leben und z.B. in Gelsenkirchen werden 40 Prozent der Kinder in die Armut hineingeboren - gleichzeitig wachsen die angehäuften Reichtümer von Millionären, Banken und Spekulanten! Wir sagen: eine alternative sozialistische Gesellschaft ist notwendig und möglich!"

Gemeinsam führten die Düsseldorfer Stadtfrauenkonferenz, der Frauenverband Courage, die Linkspartei, der Jugendverband REBELL, die MLPD und Kulturschaffende Aktionsstände zum 100. Internationalen Frauentag und zur zeitgleichen Weltfrauenkonferenz durch. Viele hunderte Passanten wurden auf die Aktion aufmerksam: "Die solidarische und sehr kameradschaftliche Atmosphäre beflügelte alle Teilnehmerinnen (und Teilnehmer). In den Liedern, Gedichten und Diskussionen wurde nicht nur die besondere Ausbeutung und Unterdrückung der Frauen in der heutigen Gesellschaft angegriffen. Deutlich wurde auch, welche Kraft und welches Selbstbewusstsein mit der kämpferischen Frauenbewegung heran wächst. Der besondere Gruß mit dem gemeinsamen Steigenlassen von Luftballons am Ende galt der Weltkonferenz der Basisfrauen in Venezuela, die gestern eröffnet worden war."

Für "Brot und Rosen in strahlender Frühlingssonne": so begingen in Stuttgart gestern zahlreiche Frauen und auch Männer den 100. Internationalen Frauentag, vorbereitet von einem Aktionsbündnis aus 10 Organisationen: "Der internationale Charakter der heutigen Frauenbewegung kam in den Glückwünschen an die ägyptischen und tunesischen Frauen, die in  der ersten Reihe stehen, zum Ausdruck, aber auch in der eindringlichen Anklage der Unterdrückung und Ermordung von Frauen im Iran und anderswo. Verschiedene Lieder und Tänze gaben der Sehnsucht nach einer Welt ohne Gewalt gegen Frauen eine unüberhörbare Stimme. Auch der weltweit verbreitete Sexismus wurde aufs Korn genommen. Selbstbewusst  wurden die erreichten Erfolge im Kampf um die Gleichstellung der Frau gewürdigt und gefeiert. Am offenen Mikrophon wurde von verschiedenen Rednerinnen aus Betrieben und Krankenhäusern jedoch auch aufgezeigt, dass dieser Kampf entschlossen weiter geführt muss. ... Mit  Stolz wurde von verschiedenen Rednerinnen und Rednern auch an die sozialistischen Wurzeln des internationalen Frauentags erinnert und der Kampf um eine befreite Gesellschaft ohne Ausbeutung propagiert, die dann auch die Frau allseitig befreit. Ein besonderer Glückwünsch ging an den überparteilichen Frauenverband Courage, der dieses Jahr nicht nur mit 50 Gruppen den internationalen Frauentag als Feier- und Kampftag begehen kann, sondern auch seinen 20 Geburtstag feiert. 'Her mit dem ganzen Leben'-  dafür gab die  bunte und vielfältige Aktion auf dem Stuttgarter Schlossplatz viel Schwung!" 

Im Rahmen einer Veranstaltung zum Internationalen Frauentag der Volkshochschule Aalen, dem dortigen Frauenauschuss und in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt, konnte die Weltfrauenkonferenz in Caracas vorgestellt werden. Das stieß bei den anwesenden Frauen (Männer waren leider ausgeschlossen) auf großes Interesse. Spendensammlung und Schokoladenverkauf erbrachten 250 Euro Solimeilen für die Weltfrauenkonferenz.

Derweil begann an der Bolivarischen Universität in Caracas gestern die Generalversammlung der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen. Gemeinsame Spielregeln wurden verabschiedet und 30 Delegationen aus aller Welt eröffneten die Versammlung mit spannenden und interessanten Beiträgen zur Lage und dem Kampf der Frauen in aller Welt.

Eine erste Auswertung des ersten Tags der Generalversammlung (Video), aktuielle Meldungen, ein Interview mit einer jungen Frau aus Venezuela und jede Menge schöner Fotos sind zu finden auf der Seite mit der aktuellen

WWC-Berichterstattung: http://www.worldwomensconference.org