MLPD

5 x Politischer Aschermittwoch der MLPD

10.03.11 - In fünf bundesdeutschen Städten fand gestern vor insgesamt über 500 Teilnehmern ein kämpferischer Politischer Aschermittwoch statt. In Gelsenkirchen sprach Gabi Gärtner vor 280 Besuchern, in München Andrea Dumberger vor knapp 50 Teilnehmern, in Nürnberg mit dem Hauptredner Hannes Rupprecht waren es 30, in Saarbrücken 20 und dort war die Hauptrednerin Susanne Aulenbacher. Jeder Politische Aschermittwoch war eine herzhafte Abrechnung mit den Herrschenden und stand besonders im Zeichen des Internationalen Kampftags für die Befreiung der Frau. Aus Stuttgart berichtet unser Korrespondent:

Als Höhepunkt des "Politischen Aschermittwoch der MLPD" erlebten über 150 Gäste im Arbeiterbildungszentrum Süd die kämpferische Rede des Landesvorsitzenden der MLPD, Peter Borgwardt. Sie war von Angriffslust gegen "Helden" der Monopolpolitik geprägt, etwa die "Erhöhung" der Hartz-IV-Sätze durch Frau von der Leyen. Großen Beifall dann für die Forderung: "Hartz IV muss weg!" Heiterkeit erzeugte die Abrechnung mit dem Blender zu Guttenberg, der rund 80 Prozent seiner Doktorarbeit abgeschrieben hat und ein politisches Erbe wie ein Minenfeld hinterließ. Andererseits wurde vor Außenminister Westerwelles scheinheiliger Sympathie mit den Aufständen in der arabischen Welt gewarnt, und die Losung "Hände weg von Libyen!" von den Zuhörern mit reichlich Beifall bedacht. 

Breiten Raum nahm in Peter Borgwardts Rede die Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen vom 4. bis 8. März in Venezuela ein, an der Delegationen aus über 40 Ländern teilgenommen hatten. Die Aussage, dass die Befreiung der Frau erst im Sozialismus möglich ist, wurde mit einer Darstellung der Massendiskussion um konkrete Maßnahmen für die Befreiung der Frauen in der ehemaligen sozialistischen Sowjetunion  lebendig.

Beifall gab es auch für die Rolle der Jugend, durch die die Aufstände wie in Ägypten erst möglich wurden, die aber auch im Widerstand gegen "Stuttgart 21" in der ersten Reihe stehen, aber auch für die Gründung der ICOR als weltweite Organisation für revolutionäre Kämpfe und die Beteiligung der MLPD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und für die Herausgabe des neuen Buchs "Morgenröte über der internationalen sozialistischen Revolution".

Alles in allem hat die Rede zum Politischen Aschermittwoch Mut gemacht für die kommenden, großen Aufgaben im Klassenkampf anzupacken, so die einhellige Meinung von Besuchern, auch wenn manche sie etwas zu lang fanden. Ein unterhaltsames Rahmenprogramm mit einem Dialog, in dem Frau Kächele Frau Peters auf dem Wochenmarkt davon überzeugte, sich auch an der Menschenkette gegen die Atompolitik der Bundesregierung in Baden-Württemberg zu beteiligen und neue Lieder aus Heilbronn etwa gegen Hartz IV fanden großen Anklang bei den Zuhörern. Gutes Essen  wurde reichlich genossen.