Frauen

Zahlreiche weitere Berichte zum 8. März

09.03.11 - Wir erhielten inzwischen weitere Korrespondenzen von den Aktivitäten zum 8. März, herzlichen Dank!

Bergkamen: Es gibt noch sehr viel zu tun

Regen Zuspruch fand eine Aktion zum 100-jährigen internationalen Frauentag in Bergkamen, die gemeinsam von Frauen des Alevitischen Kulturvereins, der Bergarbeiterfrauen-Initiative im Frauenverband Courage, vom Wahlbündnis BergAUF, einzelnen Vertrauensleuten bei Bayer und der MLPD durchgeführt wurde. Das Motto "Brot und Rosen - her mit dem ganzen Leben!" stieß besonders bei vielen Frauen, denen die Bedeutung des 8. März zumeist durchaus bewusst war, auf großen Zuspruch. Einig waren viele der Passanten mit den Organisationen darin, dass es noch sehr viel zu tun gibt, bis man eine tatsächliche Gleichberechtigung der Frauen erreicht haben wird. Bei einer Umfrage im Rahmen der Aktion nach der dringendsten aktuellen Forderung für die Interessen der Frauen, wurde "Gleicher Lohn für Frauen und Männer auf gleichen Arbeitsplätzen" als wichtigste erachtet. In einer Live-Schaltung konnten sich die BergkamenerInnen am Bildschirm ein lebendiges Bild über die 1. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen machen, die gerade in Caracas/Venezuela stattfindet. Sie hat zum Ziel, weltweite die kämpferische Frauenbewegung über Ländergrenzen hinweg zu verbinden und zu fördern. Das stieß bei vielen Passanten, besonders auch bei jungen Frauen, auf Interesse. Mit den Flyern der Bergkamener Frauengruppen wurde zahlreich zur Kulturveranstaltung am kommenden Sonntag im Treffpunkt in der Lessingstraße eingeladen.

Bielefeld: 500 demonstrierten

Im Rahmen des 100. Internationalen Frauentages fand die seit Jahren größte Demonstration quer durch die Bielefelder Innenstadt statt. Ca. 500 DemonstrantInnen, darunter viel ausländische Frauen und Männer nahmen teil. Junge Frauen waren leider nur selten vertreten. Es war ein bunter Zug - KünstlerInnen, GewerkschafterInnen, MigrantInnen - sie alle waren erstmals gemeinsam auf einer Demo zum 8. März vertreten. Dieser Demozug war geprägt von der Vielfalt der Frauenbewegung, die Einheit und auch viel Widerspruch in sich vereint. Die MLPD war sichtbar mit von der Partie, es wurden etliche Roten Fahnen und der Rebell verkauft. Darüber hinaus wurde für das Kulturfest am 11. März 2011 im Internationalen Begegnungszentrum in Bielefeld geworben. Neben musikalischen deutschen, englischen und lateinamerikanischen Einlagen erwartet uns ein internationales Programm, beginnend mit einer eritreischen Kaffeezeromonie, Gedichten, einem auf kurdisch vorgetragenen Theaterstück von Dario Fo ("Das Erwachen"), Tänzen aus Osteuropa und einem Bericht zu den Ergebnissen der Weltfrauenkonferenz in Venezuela.

Böblingen: Diskussion auch über Daimler

Die Montagsdemonstration hatte den Vorschlag der Kreisfrauenkonferenz aufgegriffen, ihre übliche Kundgebung am Montag auf den 8.3. zu legen, um den 100. Weltfrauentag gebührend zu feiern. Heraus kam eine fröhliche, witzige, sarkastische, lebendige, auch ernste Veranstaltung (trotz Fasching) mit bis zu 35 direkten Teilnehmer/innen, rund 10 Rotfüchsen und immer ca. 10 bis 20 weiteren Zuhörern. Zwei Frauen übernahmen die Moderation, MLPD und Linkspartei waren da sowie einige Frauen von Courage und aus der Kreisfrauenkonferenz selbst. Von einer älteren Teilnehmerin wurde die miserable Rente Kinder groß ziehender Hausfrauen kritisiert, die nächste erklärte, dass die meisten Frauenrechte und vor allem die Gleichberechtigung nur auf dem Papier stehe, wieder eine andere nahm den Mode"zwang" von Frauen, Hosenanzüge tragen zu müssen, aufs Korn. Mehrere Frauen nahmen zur grundsätzlichen Bedeutung des Frauentags und seiner Entstehung Stellung, zu den Vorkämpferinnen Clara Zetkin und Käthe Duncker. Zwei Mädchen der Rotfüchse sprachen einen kurzen Sketch zum Alltag ihrer Mütter, über die Zerreißprobe zwischen Haushalt / Kinder und Beruf. Ansonsten verkauften sie wunderschöne Rosen. Es wurde von der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen berichtet (nach Ende der Kundgebung schauten sich noch gut 20 Leute die Filme aus Venezuela auf einem Laptop an, direkt vor dem Sterncenter). Die Frauen sangen drei schöne Lieder zum Frauentag, ein freches, das schon am Rosenmontagsumzug für Furore sorgte ("Wir putzen den Berliner Dreck weg"), "Brot und Rosen" sowie "Frauen verbinden Welten". Den Moderatorinnen ist es auch gelungen, viele der Teilnehmer in die Diskussion mitzunehmen, darunter auch eine Kollegin vom Daimler. Dort hatten letzte Woche in der Montage zwei Gänge zum BR stattgefunden gegen die Arbeitshetze. In der E-Klasse war es mit ein Auslöser, dass die Kollegen die Frauen nicht ablösen konnten, die zum Frauencafe wollten anlässlich der betrieblichen Feier zum Weltfrauentag! Und die Woche davor, beim Aktionstag der IGM gegen Leiharbeit, haben die Kantinenfrauen zum ersten Mal in den letzten mehr als 30 Jahren die Kantinen geschlossen, um an der Kundgebung teilnehmen zu können. Einig waren wir uns alle darin, dass die Frauen sich noch mehr organisieren und sehr laut ihre Forderungen vertreten müssen, damit sie auch gehört werden. Der Frauentag behält über seinen 100. Jahrestag hinaus seine Bedeutung auf dem Weg zur Befreiung der Frau.

Bremen: Internationale Frauensolidarität

Zum ersten Mal seit vielen Jahren gab es am 8. März wieder eine Demonstration für Frauenrechte in Bremen. Frauen aus Deutschland, Kurdistan, Türkei, Iran, Afghanistan und anderen Ländern zeigten eindrucksvoll, dass sie ihre Unterdrückung nicht mehr hinnehmen wollen. Gewalt gegen Frauen ist allgegenwärtig: Über 100 Millionen Frauen auf der Welt werden zur Genitalverstümmlung gezwungen. Vergewaltigungen werden als Kriegswaffe eingesetzt. Zwangsprostitution ist ein höchst lukratives, internationales Geschäft. Und es gibt die "weiche Form" der Diskriminierung und Benachteiligung auch in unserer Gesellschaft: Bremerinnen verdienen 1.184 Euro durchschnittlich weniger als Männer. Die Frauen tragen die Mehrfachbelastung durch (Mini)-Job, Hausarbeit und Kindererziehung. Und ein sexistisches Schönheitsideal zerstört das Selbstbewusstsein vor allem junger Frauen. Mit couragierten Redebeiträgen, Straßentheater, Liedern und Tänzen wurde Frauensolidarität lebendig und für eine Welt gestritten, in der es Frieden, Freiheit und Gleichberechtigung gibt.

Düsseldorf: Aktuelle Demonstration mit historischen Kostümen

250 Teilnehmerinnen und auch einige Teilnehmer nahmen an der lebendigen und kämpferischen Demonstration zum 8. März in Düsseldorf teil. Etwa 2, 5 Kilometer ging es über belebte Straßen quer durch die Stadt zur Landesgeschäftsstelle von Verdi, wo noch eine Abendveranstaltung stattfand. Idee der Demo war, mit historischen Kostümen und den über Jahrzehnte erhobenen Forderungen für Frauenrechte an den 100. Geburtstag des Internationalen Frauentags zu erinnern. Der Zug war aber vor allem auch sehr aktuell: arabische Frauen waren vertreten, junge Lesbierinnen protestierten gegen Diskriminierung, gleicher Lohn für gleiche Arbeit wurde gefordert, kostenlose Kita-Plätze oder auch die Befreiung der Frau in der sozialistischen Gesellschaft. Schon zur Eröffnung hielt eine Vertreterin der Düsseldorfer Stadtfrauenkonferenz ein Grußwort, machte die Weltkonferenz der Basisfrauen bekannt und schickte ihre Grüße nach Venezuela - unter viel Beifall seitens der Demonstrantinnen. Der Demonstrationszug, die vielen ideenreichen Kostüme und Plakate fand das Gefallen und den Beifall der Demonstranten - Frauen gehen nach vorne - international! Auch die Internationale erklang einige Male auf der Demo.

Duisburg: "Her mit dem ganzen Leben"

Unter diesem Motto demonstrierten und feierten am 8. März über 500 Duisburgerinnen und Duisburger den 100. Geburtstag des internationalen Frauentags auf der Königstraße vor dem City-Palais. Ein breites Bündnis aus der Stadtfrauenkonferenz in Duisburg, Frauenverband Courage, ADHK (Demokratische Frauenbewegung in Europa), ATIF (Neue Frau Duisburg) Tunesischen Frauen, Solidarität International, Friedensforum, Montagsdemo, Jugendverband REBELL, MLPD, Verdi- und IGM-Mitgliedern und vielen weiteren Einzelpersonen hatten dazu aufgerufen. Eine Demonstration durch die City machte den Auftakt. Das Programm bewegte das Publikum mit dem Tanztheater des Bertha-Krankenhauses, der Hip-Hop-Band "Bandbreite", einer afrikanischen Sängerin, türkischer Folklore, indischem Kindertanz, dem Frauenpowerlied der Rotfüchse und Grußworten verschiedener Organisationen und Parteien. An zahlreichen Ständen konnten sich die Besucher informieren und kulinarische Köstlichkeiten genießen. Es kamen 500 Euro an Spenden für die Weltfrauenkonferenz zusammen. Ein Highlight des Abends war ein Film von der gleichzeitig stattfindenden Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Venezuela. Dort wurde von über 1.500 Frauen beschlossen, diese Weltfrauenkonferenz alle fünf Jahre durchzuführen, weil die internationale Frauenbewegung optimistisch in die Zukunft blickt und sich weiter austauschen und vernetzen muss. In diesem Sinne laden wir alle Frauen und frauenbewegten Männer ein zum Treffen der Stadtfrauenkonferenz Duisburg am 18. März um 19.00 Uhr im "Internationalen Zentrum". Neben der Auswertung der Aktivitäten steht dort der erste Bericht unserer Reisegruppe aus Venezuela auf dem Programm.

Frankfurt/M.: Am Schluss eine Büttenrede

Über 200 Frauen und Männer nahmen an der Kundgebung an der Hauptwache-Frankfurt zu 100 Jahren Internationaler Frauentag teil. Neu waren die direkten Grüße von Bernadette aus Caracas von der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen. Wir konnten sie auch später noch einmal zur Abendveranstaltung im DGB-Haus in einer Liveschaltung hören. Auf der Kundgebung berichtete ein Opel-Kollege, dass eine seiner Kolleginnen als Delegierte nach Venezuela gefahren sei. Die meisten Opelaner seien stolz, dass eine Kollegin aus ihren Reihen gewählt worden sei. Katinka Pönsgen, 2. Bevollmächtigte der IGM Frankfurt/Main prangerte die Rolle der Leiharbeiter und Leiharbeiterinnen an und forderte Gleichstellung und gleichen Lohn für gleiche Arbeit für Leiharbeiter und Festangestellte. An der Hauptwache wechselten sich kurze Redebeiträge mit Kultur und Liedern ab. Die Aktionseinheit hatte eine beachtliche Breite entwickelt mit einer ganzen Reihe von Migrantenorganisationen und jungen Frauen aus der Türkei, Kurdistan und dem Iran, dazu Courage, Linkspartei, MLPD und DKP. Passanten und Besucherinnen informierten sich an den Infotischen. Eine Büttenrede zum Faschingsdienstag beendete die Kundgebung. An der Demo zum DGB-Haus beteiligten sich noch einmal 140 Frauen und Kinder. Die meisten Männer waren auf dem Platz zurückgeblieben, um aufzuräumen. Zum Abendprogramm im DGB-Haus spielte ein Frauenkabarett fetzige Sketche, so dass die meisten Frauen noch bis in die mittleren Abendstunden da blieben.

Hannover: Begeisterung über die vielen Nationalitäten

Mindestens 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer feierten gemeinsam mit einer bunten und kämpferischen Kundgebung und Demonstration am Hauptbahnhof in Hannover. Große Begeisterung über die Vielzahl der vertretenen Nationalitäten und Organisationen bestimmten das Bild - immerhin nahmen Frauen aus Iran, Afghanistan, Deutschland, Türkei, Kurdistan teil. Eine Verdoppelung der Teilnehmer zum Vorjahr - und eine Verbreiterung der Unterstützer - darauf können wir weiter aufbauen, darin waren sich alle einig! Freudig wurde auch die Nachricht unserer hannoverschen Frauen von der Weltfrauenkonferenz aus Venezuela aufgenommen.

Hattingen: Um 12 Uhr knallten die Sektkorken

Großer Andrang beim Aktionsstand zum internationalen Frauentag am 5. März in Hattingen mitten in der Fußgängerzone. Die Courage Gruppe hatte eingeladen und viele kamen. Von der Linkspartei Hattingen-Sprockhövel, von der MLPD, von REBELL und Rotfüchsen Hattingen, IG Metaller vom Seniorenkreis. Das Motto: Hattingen meets Weltfrauenkonferenz! Die große Tombola von zahlreichen Geschäftsleuten gespendeten attraktiven Gewinnen war wie ein Magnet. Zwei engagierte Frauentagsgedichte wurden vorgetragen, die Rebellen führten einen Sketch auf und gemeinsam wurde "Brot und Rosen" zur Gitarrenbegleitung gesungen. Um 12 Uhr knallten die Sektkorken und auf 100 Jahre internationaler Frauentag angestoßen.

Herne: Viele lila Hände

Die Herner Stadtfrauenkonferenz und der Frauenverband Courage hatten die Initiative zu einer kämpferischen Kundgebung mit Infoständen und Kulturbeiträgen ergriffen, die bei strahlendem Sonnenschein von vielen Frauen und Mädchen, sowie auch vielen Männern interessiert verfolgt wurde. Viele lila Hände und Flyer zum Internationalen Frauentag wurden verteilt und die wunderschönen Fotos von der Weltfrauenkonferenz in Caracas und erste Berichte über die Generalversammlung und die Workshops dort vermittelten einen ersten Eindruck der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen. Die Rotfüchse verteilten Rosen zum Spendenpreis und die Stände erbrachten noch einmal ca. 70 Euro für die finanzielle Unterstützung der Weltfrauenkonferenz.

Leverkusen: Rotfüchse sammeln Spenden

Die Rotfüchse Leverkusen verteilten vor dem Courage- Stand Rosen am internationalen Frauentag und sammelten dabei 74 Euro Spenden: Sowohl die Füchse wie die Frauen fanden das fein und luden zu einer Veranstaltung ein: Bericht von der Weltfrauenkonferenz!!

Lübeck: Bestimmt nicht die letzte Aktion zum Frauentag

Die alevitischen Frauen, der Frauenverband Courage, die Montagsdemonstranten und die MLPD hatten sich in diesem Jahr am Vorabend des internationalen Frauentages zusammengetan zu einer Kundgebung in der Lübecker Innenstadt. Zwischen 30 und 40 Menschen nahmen an dieser Kundgebung teil. Neben Kundgebungsreden und Liedern wurden Interviews mit vorbeikommenden Frauen durchgeführt z.B. zur Frage, ob die Frauen wirklich gleichberechtigt sind. Als in einem Beitrag die um 23 Prozent geringere Entlohnung der Frauen angeprangert wurde, fühlte sich ein vorbeikommender Mann provoziert. Am offenen Mikrofon erklärte er, die Männer hätten die Häuser gebaut, während sich die Frauen zu Hause herumgedrückt hätten. Ein bisschen Angst vor der Frauenpower hatte er wohl doch, denn er versicherte gleich anschließend, er liebe alle Frauen. Das forderte sofort zwei junge türkische Frauen vom alevitischen Frauenverband heraus. Sie betonten, dass auch die Frauen erwerbstätig sind und mit ihrer Arbeit in der Familie großen Belastungen ausgesetzt sind. Eine trug danach selbstbewusst das Gedicht "Ich bin eine Frau" von Hidir Can vor. Durchfroren, aber glücklich schlossen wir nach 1,5 Stunden die Kundgebung ab, die einzige kämpferische Aktion zum Frauentag in Lübeck – bestimmt nicht die letzte.

Magdeburg: Mitten im Wahlkampf

Wir hatten eine ganz tolle Kundgebung zum Internationalen Frauentag. Es gab Stände verschiedener Parteien, die zur Landtagswahl kandidieren. Die SPD hat nur Rosen verteilt und war dann auch schnell wieder weg. Die MLPD hatte drei schöne Stände, die Spitzenkandidatinnen Monika Kuske und Rita Renner sprachen am offenen Mikrofon und jede Menge Passanten hörten zu. 30 bis 50 Leute waren immer dabei. Auch das Fernsehen war da, MDR Sachsen-Anhalt. Leider ist noch nicht klar, wann es gesendet wird.

Nürnberg: Aktivitäten waren gut vorbereitet

Bei herrlichem Wetter und guter Stimmung beging das Nürnberger Bündnis 8. März am Platz vor der belebten Lorenzkirche den Internationalen Frauentag. Alle Aktivitäten waren in mehreren Vorbereitungstreffen gut vorbereitet worden und über einen gemeinsamen Bündnisaufruf wurde für eine breite Teilnahme geworben. Verschiedene Aktionsstände mit Reden, Straßentheater und anderen kulturellen Beiträgen erzeugten einen lebendigen Eindruck. Vertreten war eine breite Aktionseinheit verschiedener Organisationen (Linkspartei, MLPD, Organisierte Autonomie, Radikale Linke, Stadtfrauenkonferenz, Courage, AGIF, ROJA, Rebell, Sozialistische Frauenunion, und andere). Die Aktionen waren lebendig und viele hatten die Befreiung der Frau zum Inhalt. Zeitweilig nahmen einige hundert Leute teil. Abends fand ebenfalls im Rahmen des 8. März Bündnisses die Veranstaltung zur Vorstellung der Ergebnisse der Weltfrauenkonferenz in der Desi mit rund 80 Teilnehmern statt. Daran schloss sich die Frauentagsparty an. Alle luden auch zur vom gleichen Bündnis vorbereiteten Frauentagsdemo ein, die am 12. März um 14 Uhr am Aufseßplatz in Nürnberg beginnt. Insgesamt war der 8. März ein guter Erfolg für die kämpferische Frauenbewegung in Nürnberg.

Rostock: Begeisterung über die Weltfrauenkonferenz

In Rostock fand eine lebendige Frauentagsveranstaltung statt. Sehr interessiert wurde die Dokumentation zu 100 Jahre Frauentag verfolgt. Die sich daraus ergebenen Fragen wurden engagiert diskutiert, wie "Was bedeutet der Frauentag für die Männer und warum sind die hier auf der Veranstaltung?" und "Lassen sich die Probleme von Frauen nicht im 'kleinen' Bereich lösen, z.B. durch Übernahme von Haushaltsaufgaben durch die Männer?" Es wurde schnell deutlich, dass "frau" sich der doppelten Ausbeutung und Unterdrückung nicht individuell entziehen kann. Mithilfe von Videos wurde ein Einblick in den Verlauf der Weltfrauenkonferenz gegeben, was von allen mit Begeisterung aufgenommen wurde, zeigt sie doch, dass sich die internationale Zusammenarbeit und der Austausch von Frauen an der Basis entwickelt und die Kämpfe sich gegenseitig befruchten. Welche Rolle der Kampf um den Sozialismus dabei spielt, konnte nicht mehr tiefgehend geklärt werden. Aber wir warten schon alle gespannt auf den Bericht unserer Rostocker Teilnehmerin an der Weltfrauenkonferenz auf einer öffentlichen Veranstaltung, in der wir die aufgebrochenen Fragen weiter klären können.

Wuppertal: Eine vielfältige, kämpferische Aktion

Zwischen 150 und 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und interessierte Passanten erlebten in Wuppertal eine vielfältige, kämpferische Aktion zum 100. Internationalen Frauentag. Ein Bündnis aus mehreren Organisationen hatte diese Aktion gemeinsam vorbereitet und durchgeführt. Darunter der Frauenverband Courage, die kurdische Frauenorganisation Komjin, MLPD, Frauen vom katholischen Stadtverband, Arbeiterinnen eines Wuppertaler Metallbetriebes u. a. Jugendliche Tanzgruppen und Sängerinnen begeisterten genauso, wie die zahlreichen Beiträge am offenen Mikrofon. Eine richtige Traube bildete sich um einen Laptop, mit dem die jüngsten Ergebnisse der Weltfrauenkonferenz per Video bekannt gemacht und begeistert aufgenommen wurden.