International

Blutiger Terror gegen Volksaufstände in Libyen und Bahrain

16.03.11 - Nach der Verhängung des Kriegsrechts und dem Einmarsch saudischer Truppen in Bahrain sind Polizei und Militär mit brutaler Gewalt und scharfer Munition gegen die Demonstranten auf dem zentralen Perlenplatz vorgegangen. Sicherheitskräfte störten das Mobilfunknetz und das Internet, Zelte der Demonstranten gingen in Flammen auf. Abdel Dschalil Chali, ein Sprecher der Aufständischen, sprach von fünf Toten und Hunderten Verletzten. Die Regierung führe einen "Vernichtungskrieg" gegen die Demonstranten.

Bis heute früh hielten die Demonstranten den Platz in der Hauptstadt Manama besetzt. Der Gewerkschaftsbund von Bahrain hatte vor zwei Tagen zum Generalstreik aufgerufen, um die Demonstranten gegen die Angriffe von Regierungstruppen mit mehreren Toten zu unterstützen. Der Internationale Gewerkschaftsbund fordert die Aufhebung des Kriegsrechts und den Abzug aller ausländischen Truppen (www.ituc-csi.org).

Auch in Libyen treibt der Bürgerkrieg auf eine Entscheidung zu. Angeblich wurde nun auch die 160 Kilometer südlich von Bengasi liegende Stadt Adschdabija von Gaddafis Truppen zurückerobert. Die Stadt wurde am Dienstag mit Kampfflugzeugen sowie Schiffs-, Panzer- und Artilleriegeschützen angegriffen. Gaddafi kündigte nun einen "Sturm" auf die Hochburg der Aufständischen, Bengasi, an.

Diese kämpfen erbittert um die Verteidigung der von ihnen kontrollierten Gebiete. Nach ihren eigenen Angaben gelang es ihnen, den Vormarsch der Truppen Gaddafis zu stoppen. Adschdabija sei "nach wie vor in der Hand der Revolutionäre", sagte ein Sprecher des von den Rebellen gebildeten Nationalrats in Bengasi. Für ihren mutigen Kampf brauchen sie weiterhin weltweite Solidarität.

(Weiterer Artikel: "Libyen: Auch eine Flugverbotszone dient der imperialistischen Einmischung")