Politik

Sachsen-Anhalt: Protest gegen peinliche Zensur durch die "Volksstimme"

15.03.11 - Mit einem offenen Brief wendet sich Monika Kuske, Direktkandidatin der MLPD zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt (Wahlkreis 11) an die Magdeburger "Volksstimme" und die demokratische Öffentlichkeit. Darin heißt es unter anderem:

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Magdeburger Volksstimme stellte am 15.03.2011 die Direktkandidaten/Kandidatinnen im Wahlkreis 11 vor. Dazu sollten die Kandidaten/Kandidatinnen eine schriftliche Antwort schicken. ... Das war meine Antwort zur Frage "„Meine Ziele im Landtag": "Ich bin nur den Interessen der arbeitenden Bevölkerung verpflichtet. Ich unterstütze z.B. den Protest der Drucker der Magdeburger Volksstimme gegen ihre Entlassung und Ersetzung durch Zeitarbeiter. Ich unterstütze es, dass Menschen sich zusammenschließen für ihre Interessen und eine gesellschaftliche Alternative, den echten Sozialismus."

Und so kürzte es die Volksstimme zusammen: "Ich bin nur den Interessen der arbeitenden Bevölkerung verpflichtet. Ich unterstütze es, dass Menschen sich zusammenschließen für ihre Interessen und eine gesellschaftliche Alternative, den echten Sozialismus."

Die Volksstimme hat in der Vergangenheit kaum über die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) berichtet. Zu Wahlzeiten lässt sich das nicht ganz aufrecht erhalten. Die Kürzung der Volksstimme ist nichts Anderes als Unterdrückung einer Meinung, die der Redaktionsleitung nicht in den Kram passt. ...

Ich fordere die Volksstimme auf, meine Antwort vollständig abzudrucken und zu diesem Vorfall Stellung zu nehmen! Ich fordere die Volksstimme auf, den entlassenen Druckern Gelegenheit zur Darstellung ihrer Meinung zu geben! Der Vorgang wirft ein Licht darauf, dass es mit "Freiheit und Demokratie" schnell vorbei ist, wenn die Profitinteressen berührt sind oder die Unternehmer offen kritisiert werden.

Mit freundlichen Grüßen,
Monika Kuske