Umwelt

Skrupelloser Umgang mit den Helfern in Fukushima

Oberhausen (Korrespondenz), 19.03.11: Die eingesetzten Arbeitskräfte in Fukushima arbeiten zum Teil ohne ausreichenden Schutz. Ihrem selbstlosen Einsatz und dem der freiwilligen Helfer um Millionen Menschen noch retten zu können, gebührt höchster Respekt. Sie wissen, dass sie an den Folgen des Einsatzes sterben werden. Um so verbrecherischer ist das Vorgehen der Regierung und der Betreiberfirma des AKW.

Da die Arbeiter bei ihrem Einsatz am Atomkraftwerk immer höhere Strahlendosen abbekommen, erhöhte die Betreiberfirma die Obergrenze für die Werte inzwischen auf 150 Millisievert pro Noteinsatz, wie der TV-Sender NHK berichtete. Vorher waren 100 Millisievert pro Schicht das Limit gewesen. "Die aktuellen Probleme sind beispiellos und erfordern sofortige Maßnahmen", zitierte NHK die Begründung des Energieversorgers.

150 Millisievert sind so viel, wie laut "Bundesamt für Strahlenschutz" (BfS) verteilt über die Spanne von 150 Jahren als gerade noch verträglich gelten würde. In Deutschland gilt für die Bevölkerung eine Belastung von 1 Millisievert pro Jahr als zulässig, für Menschen, die beruflich mit Radioaktivität zu tun haben, liegt dieser Grenzwert bei 20 Millisievert.

Das Bundesamt für Strahlenschutz erklärt auch die Folgen eines Strahlenunfalls: Für eine Dosis von 1 bis 6 Sievert (1000 bis 6000 Millisievert) sind die Symptome bei einem Menschen unter anderem Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Haarausfall. Erhält ein Mensch eine Dosis von 5 bis 20 Sievert dann können Schock und Blutungen auftreten. Aber laut BfS ist für einen Menschen das Überleben nur im unteren Bereich noch möglich.