Umwelt

Stefan Engel: Weltweite Bedeutung der Demonstration am 20. März in Tokio

18.03.11 (19.30 Uhr) - Als Vorsitzender der MLPD und Hauptkoordinator der ICOR ruft Stefan Engel zur weltweiten Bekanntmachung und Unterstützung der Demonstration am 20. März in Shibuya/Tokio auf. Er unterbreitet den Vorschlag, weltweit und gemeinsam unter einheitlicher Losung zu demonstrieren: "Für eine internationale Front des aktiven Widerstands zur Stilllegung aller Atomkraftwerke - weltweit und sofort!"

Das hat umso größere Bedeutung, als sich die Situation in Japan weiter zuspitzt. Während völlig unzureichend geschützte Katastrophenhelfer am Kraftwerkskomplex Fukushima I in den sicheren Tod geschickt werden und mit immer abenteuerlicheren Methoden wie Feuerwehrpumpen gegen die drohende (bzw. aller Wahrscheinlivchkieit nach bereits eingesetzte) Kernschmelze ankämpfen sollen, stufte Japan die Gefährlichkeit des Störfalls mittlerweile von Stufe 4 auf 5 der sogenannten INES-Skala hinauf.

Besondere Gefahr geht von den MOX-Brennstäben des Reaktorblocks 3 aus, die bei einer Kernschmelze massenhaft hochgiftiges Plutonium freisetzen würden. Der Chef der internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukiya Amano, der eigens zur Begutachtung der Lage vor Ort nach Japan geeilt war, zog es lieber vor, den Atomkraftwerken persönlich nicht zu nahe zu kommen. 

Insbesondere muss Stellung genommen werden gegen die verbrecherische Desinformations- und Hinhaltetaktik der japanischen Regierung und der Betreibergesellschaft. Bevor es zu spät ist, müssen trotz immenser Schwierigkeiten angesichts der Zerstörung im Land umgehend und sofort entschlossene Maßnahmen zur Evakuierung von Millionen Menschen ergriffen werden. Der weltweite aktive Widerstand zur Stilllegung der Atomanlagen schließt auch die Durchsetzung von Sofortmaßnahmen zum notwendigen Schutz der Massen in Japan ein.