Umwelt

Zweierlei Schlussfolgerungen aus der Katastrophe von Japan

23.03.11 - In der "Frankfurter Rundschau" vom 22. März kommt der US-Milliardär und Finanzhai Warren Buffet zur Japankrise zu Wort. Genüsslich schätzt er den Markt des sogenannten "Wiederaufbaus" von Japan auf 170 Milliarden Dollar und warnt vor einer vorschnellen Aufgabe von Japan als Profitquelle. "Der wegen seines gerissenen Geschäftssinns bekannte Buffet ... mahnte, japanische Aktien nicht zu verkaufen. Das Land werde sich relativ schnell wieder erholen." Er rät gerade jetzt "zu Investitionen in die japanische Wirtschaft". Offener kann man die ganze Menschenverachtung des Kapitalismus kaum deutlich machen, der aus der nackten Not der Massen noch Spekulationsgewinne ziehen will.

Während eine kleine Minderheit der führenden Finanzkapitalisten wie die Aasgeier in den verheerendsten Katastrophen ihre Profitgier zu befriedigen sucht, stehen auf dem anderen Pol viele selbstlose Menschen auf aller Welt, für die die Sorge um die Betroffenen und die Zukunft der Menschheit im Vordergrund stehen. Dazu gehöre Millionen, die auf der ganzen Welt in diesen Tagen auf die Straße gehen, darunter allein am Montag über 140.000 in mindestens 724 Städten und Gemeinden in Deutschland.

Das internationale Band der Solidarität wird stärker sein als die Koalition der Profitgierigen in Bank- und Konzernzentralen. So betonte H. Yamamoto vom "International Labor Solidarity Committee of Doro-Chiba" die Bedeutung des gemeinsamen Kampfs über Ländergrenzen hinweg und bedankte sich für die Grußadresse der MLPD an die Demonstration am 20. März in Tokio in einem Brief, der heute morgen beim Zentralkomitee der MLPD eingegangen ist:

"Wir danken euch vielmals für eure Anteilnahme. Wie den Nachrichten im Fernsehen auf der ganzen Welt entnommen werden kann, scheitert der Hilfsplan der japanischen Regierung und das kapitalistische System wird in seiner Herrschaft angesichts  dieser umfassenden Katastrophe (infrage gestellt). Doro-Chiba hat einen dringlichen Aufruf veröffentlicht und begonnen, die Hilfe für die betroffene Region durch die Arbeiter zu organisieren. Kämpferische und solidarische Grüße ..."

Die internationale marxistisch-leninistische und Arbeiterbewegung ist herausgefordert, alles dafür zu tun, dass eine weltweite Widerstandsfront zur Rettung der Umwelt entsteht, die Stilllegung aller über 400 Reaktoren durchgesetzt und dem menschenfeindlichen Kapitalismus durch die Erkämpfung des Sozialismus ein Ende bereitet wird. In diesem Sinne sind auch Parteien und Organisationen der ICOR aktiv, der im Oktober 2010 gegründeten revolutionären internationalen Organisation mit 41 Mitgliedsorganisationen aus 33 Ländern.

Die kommende "Rote Fahne" erscheint am Freitag unter dem Titel "Krisen über Krisen... - aktiver Widerstand bricht sich Bahn!"