Betrieb und Gewerkschaft

31.03.21 - Lokführer bestreiken 21 Privatbahnen

Bundesweit sind heute am ersten Streiktag der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) rund 75 Prozent der Züge der bestreikten privaten Schienenpersonennahverkehrsunternehmen (SPNV) ausgefallen. Insgesamt wird der Arbeitskampf gegen 21 private Bahngesellschaften in Deutschland geführt. Der französische Staatskonzern Veolia hat gedroht, die Lokomotivführer der Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt, der Nord-Ostsee-Bahn, der Nord-West-Bahn, der Bayerischen Regiobahn und der Mitteldeutschen Regiobahn bis zum 4. April auszusperren. Obwohl die GDL nur zwei Tage zum Arbeitskampf aufgerufen hat, sollen die Lokomotivführer vier Tage keinen Lohn bekommen. "Wir lassen unsere Mitglieder aber nicht im Regen stehen“, erklärte der GDL-Bundesvorsitzende Weselsky. Die GDL wolle zunächst die Recht- und Verhältnismäßigkeit dieser Maßnahme gerichtlich prüfen lassen und im Zweifelsfall den betroffenen Mitgliedern "für die gesamte Dauer der Aussperrung Streikgeld gewähren".