Umwelt

09.04.11 - Auch in Jülich 1978 atomare Beinahe-Katastrophe

Rainer Moormann, Sicherheitsverantwortlicher des seit 20 Jahren stillgelegten Forschungsreaktors Jülich, berichtete gestern in den ARD-"Tagesthemen", dass sich auch dort 1978 eine Beinahe-Katastrophe ereignet hat. Jahrelang sei der mit Brennelemente-Kugeln aus Graphit bestückte Reaktor zu heiß gefahren worden. Über einen Riss in einer Röhre gelang Wasser in großen Mengen in den Reaktor. Dies sei "glücklicherweise sehr langsam" geschehen. Wenn es schneller gegangen wäre, hätte man "die Katastrophe nicht vermeiden können". Die Folge wäre sehr wahrscheinlich eine Explosion wie in Tschernobyl gewesen, wo der Reaktor ebenfalls viel Graphit enthielt.