Kultur

Gedenken an die Kämpfer der "Roten Ruhrarmee"

Marl (Korrespondenz), 06.04.11: Zum zweiten Mal führte die Gruppe der Bergarbeiter-Bewegung "Kumpel für AUF im Vest" am Grab der Kämpfer der "Roten Ruhrarmee" in der Haard eine würdige Gedenkfeier durch. Vor 91 Jahren fast auf den Tag genau am 1. April wurden 34 meist junge Arbeiter bei der Verteidigung der Lippebrücke gegen faschistische Freicorps von diesen erschossen. Sie sind Opfer des Kampfes für die "Ideale, die die der ganzen Menschheit sein müssten, für ein freies Volk auf freiem Grund" (Flugblatt der "Roten Ruhrarmee" vom 20. März 1920) im Kampf gegen den Faschismus.

Der Vertreter von "Kumpel für AUF", selbst aktiver Bergmann und Gewerkschafter, stellte den Bezug zum Kampf der Bergleute und ihrer Familien für eine lebenswerte Zukunft her und wendete sich in seinem Beitrag auch gegen Geschichtsverfälschungen, die die "Rote Ruhrarmee" als wilden mordenden Haufen darstellen. Er schloss mit den Worten: "Obwohl sich die Wahrheit auf die Dauer nicht unterdrücken lässt, ist es doch notwendig, dafür einzutreten und sie zu verteidigen. Dazu verpflichtet sich 'Kumpel für AUF' und möchte alle fortschrittlichen Menschen auffordern, dafür einzutreten. Das sind wir auch den Kämpfern der 'Roten Ruhrarmee' schuldig, die hier begraben liegen."

Gerade in diesen Zeiten, wo die Herrschenden in ihrer Profitgier verstärkt über Leichen gehen, wie in Fukushima oder in Libyen, mahnen uns die Toten der "Roten Ruhrarmee" aus der Geschichte zu lernen und ihren Kampf gegen Unterdrückung und Faschismus fortzusetzen.