Umwelt

IGM-Vertrauensleute von SKF in Schweinfurt rufen zu Protesten am Tschernobyl-Jahrestag auf

13.04.11 - In einer Erklärung zur Atomkatastrophe von Fukushima fordern die IG-Metall-Vertrauensjeute von SKF in Schweinfurt unter anderem die Unterstützung von Protestaktionen am 26. April:

Wir, die Vertrauensleute von SKF Schweinfurt, sind tief erschüttert und voller Mitgefühl angesichts des Leids, welches durch die Naturkatastrophe in Japan ausgelöst wurde.

Es wurde deutlich, welches große Risiko von den Atomkraftwerken ausgeht. Ganze Landstriche sind jetzt unbewohnbar, der Ozean vor der japanischen Küste verseucht und die Gesundheit von Millionen von Menschen gerade im Großraum von Tokio gefährdet.

Der mögliche Riss im Primärkühlsystem des AKW Grafenrheinfeld oder die über dem AKW kreisenden Militärflugzeuge zeigen, dass auch bei uns jederzeit eine solche Katastrophe möglich ist. Immer mehr Menschen fordern deshalb zurecht die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen.

Der Vertrauenskörper der SKF Schweinfurt unterstützt die Forderung nach der Stilllegung aller Atomanlagen. Aus eigener Erfahrung als Zulieferer für Windkraftanlagen wissen wir, Alternativen sind möglich. Aktuell werden diese Möglichkeiten gar nicht voll genutzt. Der Ausbau der Windkraft würde allein in Schweinfurt Tausende von Arbeitsplätzen sichern.

Fukushima ist auch kein Einzelfall. Am 26.04. jährt sich zum 25. Mal die Katastrophe von Tschernobyl. Angesichts dieses Jahrestags sind zahlreiche Protestaktionen geplant. Der Vertrauenskörper fordert dazu auf, diesen Protest aktiv zu unterstützen.

(einstimmig verabschiedet auf der IGM-Vertrauensleute-Sitzung am 8. April)