Umwelt

ILPS und ICOR rufen gemeinsam zu Aktionstag auf

11.04.11 - Die ILPS ("Internationaler Bund des Kampfes der Völker") schließt sich dem Aufruf zu einem weltweiten Aktionstag gegen Kernkraftwerke am 26. April an. Dazu schreibt ihr Vorsitzender Jose Maria Sison in einem eigenen Aufruf: "Wir, der Internationale Bund des Kampfes der Völker, rufen hiermit unsere Mitgliedsorganisationen, verbündeten Kräfte und die breiten Massen dazu auf, sich dem weltweiten Kampftag am 26. April anzuschließen und Massenaktionen gegen Kernkraftwerke durchzuführen, um des 25. Jahrestags des Desasters im Atomreaktor Tschernobyl zu gedenken, um gegen die mehrfachen Kernschmelzen im Reaktorkomplex Fukushima 1 zu protestieren, um Sofortmaßnahmen zum Schutz des japanischen Volkes zu fordern und für das Verbot aller Atomanlagen aufzurufen. ...

Wir erheben folgende Forderungen:
1. Sofortige Evakuierung der von der Kernschmelze bedrohten Bevölkerung in Japan!
2. Bringt die Kinder und Schwangere in Sicherheit!
3. Veröffentlichung der ganzen Wahrheit über das Fukushima Desaster ohne Vorbehalte!
4. Mobilisierung sämtlicher internationaler Hilfsorganisationen zur Durchführung von großräumigen Evakuierungen!
5. Versorgung der Bevölkerung mit unverseuchten Nahrungsmitteln und Wasser!
6. Organisierung ständiger Luftbrücken und Schiffskonvois zu diesem Zweck!
7. Sofortiger Einsatz einer Untersuchungskommission der höchst-qualifiziertesten Wissenschafter und Experten der Welt!
8. Stilllegung der Atomkraftwerke!"
(hier der gesamte Text des Aufrufs in deutscher Übersetzung)

Zu dem internationalen Aktionstag hatte die ICOR ("Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen") in einer Resolution vom 20. März aufgerufen. Darin heißt es unter anderem: "Ergreifen wir die Initiative für breite Aktionseinheiten mit einer klaren antiimperialistischen Stoßrichtung gegen die verbrecherische Politik der Atomkonzerne. Verbinden wir dies mit einer Kritik an dem kapitalistischen System, das immer neue wirtschaftliche, politische und ökologische Krisen produziert. Organisieren wir überall Demonstrationen, Kundgebungen oder Veranstaltungen als Teil beim Aufbau einer weltweiten Widerstandsfront zum Erhalt der Lebensgrundlagen der Menschheit. Die ICOR schlägt vor, den 26. April, den 25. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl als einen weltweiten gemeinsamen Aktionstag zu organisieren." (hier der vollständige Text der Resolution)

An vielen Orten Deutschlands wird dazu der "Tag des Widerstands" ausnahmsweise nicht am Montag, sondern am Dienstag, 26. April, mit kämpferischen Aktionen und betrieblichen Protesten durchgeführt werden. Die Anti-AKW-Bewegung und die Friedensbewegung haben zu "25 Jahre Tschernobyl" bereits seit längerem Aktivitäten an AKW-Standorten vor allem am Ostermontag geplant.