Umwelt

23.04.11 - Peru: Zerstörung des Regenwalds versechsfacht

Große Armut treibt in Peru immer mehr Menschen als Goldschürfer in die Regenwälder. Zwischen 2003 und 2009 haben illegale Goldgräber allein in den zwei größeren Schürfgebieten Guacamayo und Colorado-Puquiri 7.000 Hektar unberührten und extrem artenreichen Regenwald zerstört. Dabei gilt als erwiesen, dass reiche Hintermänner angesichts immens steigender Goldpreise die Goldarbeiter vor Ort regelrecht als "Kanonenfutter" missbrauchen. Hochgiftiges Quecksilber wird dabei zum Auswaschen des Goldes aus Gestein und Sand eingesetzt. Es zerstört nicht nur die Gesundheit der Arbeiter, sondern verseucht auch die Flüsse und die Luft in der Region.

Quelle: "Gold Mining in the Peruvian Amazon: Global Prices, Deforestation, and Mercury Imports", Studie einer Forschergruppe um die Umweltwissenschaftlerin Jennifer Swenson von der US-Universität Duke in Durham.