Politik

Karfreitagsgedenkveranstaltung in der Bittermark: Wehret den Anfängen!

Dortmund (Korrespondenz), 26.04.11: 1.200 Menschen beteiligten sich am Karfreitag an der jährlichen Gedenkveranstaltung der Stadt Dortmund in der Bittermark. Vor 66 Jahren waren dort und im Rombergpark fast 300 Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und Widerstandskämpfer aus sieben Nationen wenige Tage vor der Befreiung vom Hitlerfaschismus hingerichtet worden.
Das Gedenken an diese Opfer des Faschismus war in diesem Jahr aufs engste damit ver­bunden, den Protest gegen das zunehmende und aggressivere Auftreten der Neonazis zu organisieren und die Solidarität mit den Betroffenen zu entwickeln. In den letzten Wochen häuften sich in Dortmund  Angriffe auf Antifaschisten bis hin zur Morddrohung gegen Gerd Pfisterer, der als BR-Vorsitzender von HSP, Moderator der Dortmunder Montagsdemo und Kandidat der MLPD/Offenen Liste bei den Bundestagswahlen 2009, als Repräsentant der revolutionären Arbeiterbewegung besonders im Visier der Faschisten steht.
 
Cover Moorsoldaten großAuf Initiative der MLPD fand auf dem Sammelplatz des Spaziergangs zur Bittermark, eine gemeinsame Auftaktkundgebung mit über hundert Teilnehmern statt, die mit dem Lied „Die Moorsoldaten“ eröffnet wurde. Gerd Pfisterer eröffnete das offene Mikro und kennzeichne­te das aggressiveren Auftreten der Faschisten als Ausdruck der Schwäche und der Kri­senhaftigkeit des imperialistischen Systems. Verschiedene Organisationen und Einzelper­sonen u.a. Vertreter der Linkspartei, des Frauenverbands Courage und der MLPD griffen die staatliche Duldung und Förderung der Faschisten an und forderten das Verbot aller fa­schistischen Organisationen und ihrer Propaganda. Es war eine große Solidarität und Ver­bundenheit mit den Betroffenen vorhanden und die Empörung darüber, dass die Stadt der faschistischen Borussenfront am Karfreitag Räume in einem städtischen Gebäude für eine Geburtstagsfeier zur Verfügung gestellt hat, war groß. 

In den Gesprächen war eine große Aufgeschlossenheit für die Frage der gesellschaftli­chen Alternative im echten Sozialismus, wo die Ursachen und Wurzeln des Faschismus beseitigt sind, vorhanden.