Politik

Heute vor 66 Jahren: Die Welt vom Hitlerfaschismus befreit

08.05.11 - Heute vor 66 Jahren konnte die Menschheit aufatmen und die Überlebenden feierten die Befreiung vom Hitlerfaschismus und das Ende des 2. Weltkriegs. Über 50 Millionen Menschenleben hat das mörderische faschistische Regime und der von ihm angezettelte imperialistische Krieg auf dem Gewissen, über 20 Millionen Tote hatte allein die damals sozialistische Sowjetunion zu beklagen. Am morgigen 9. Mai gedenken in Moskau Hunderttausende dieser Opfer und des heldenhaften Einsatzes der Roten Armee.

In vielen Ländern Europas ist der 8. Mai ein gesetzlicher Feiertag – nicht so jedoch in Deutschland. Zahlreiche Gedenkveranstaltungen wie in Leipzig, Magdeburg, in Eberswalde, Bernau, im Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlhorst und anderen Orten finden weitgehend ohne die sonst stets präsente bürgerliche Politprominenz statt. In Wien beteiligten sich Delegationen aus zahlreichen Ländern an einem zweistündigen Gedenkzug, der vom Mauthausen-Komitee Österreich organisiert worden war. Im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen und seinen 49 Außenlagern waren über 100.000 Menschen von den Faschisten ermordet worden. Der vor kurzem im Alter von 89 Jahren verstorbene griechische Dichter Iavokos Kambanellis hatte das Lager überlebt und schrieb: „Die Freiheit kam im Mai.“

Plumpe antikommunistische Geschichtsfälschung gab gestern der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern, Harry Glawe, von sich. Der 8. Mai sei zwar unbestritten der "Tag der Befreiung Deutschlands von der nationalsozialistischen Barbarei". Er markiere aber auch den Beginn einer neuen Diktatur, neuen Unrechts - "unter dem Zeichen von Hammer und Sichel". Tatsächlich wurde unter Bruch des Potsdamer Abkommens von den Westmächten die Gründung der BRD vorbereitet, tatsächlich torpedierte Adenauer die Wiedervereinigung Deutschlands, die von der sozialistischen Sowjetunion wiederholt angeboten wurde, tatsächlich wurde nach hoffnungsvollen Anfängen eines sozialistischen Aufbaus in der DDR dort eine neue Diktatur des bürokratischen Kapitalismus errichtet - nachdem 1956 der Sozialismus verraten worden war.

Bereits 1943 hatte dagegen Stalin an einem positiven Wiederaufbauprogramm für Europa gearbeitet, das die Verleumder und Geschichtsfälscher Lügen straft. Auf einer Veranstaltung in Moskau zum 26. Jahrestag der sozialistischen Oktoberrevolution sagte er u.a.:

„Der Sieg der verbündeten Länder über Hitlerdeutschland wird die wichtigen Fragen der Organisierung und Wiederherstellung des staatlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens der europäischen Völker auf die Tagesordnung stellen. Die Politik unserer Regierung in diesen Fragen bleibt unverändert. Gemeinsam mit unseren Verbündeten müssen wir … den befreiten Völkern Europas das volle Recht und die Freiheit einräumen, selbst die Frage ihrer staatlichen Ordnung zu entscheiden … eine dauerhafte wirtschaftliche, politische und kulturelle Zusammenarbeit der Völker Europas herstellen, begründet auf gegenseitigem Vertrauen und gegenseitiger Hilfe, um die von den Deutschen zerstörte Wirtschaft und Kultur wiederaufzubauen.“ (Stalin Werke Band 14, Seite 333).

Die ICOR - International Coordination of Revolutionary Parties and Organisations - beschloss in ihrer Gründungsresolution vom 6. Oktober 2010, dass in jedem Mitgliedsland entsprechend der jeweiligen Tradition entweder am 8./9. Mai, am 6. August oder am 1. September ein internationaler Kampftag gegen Faschismus und Krieg stattfinden soll. Der 8. Mai 1945 war der Tag der Zerschlagung des Hitlerfaschismus, am 6. August 1945 wurde vom US-Imperialismus die erste Atombombe auf Hiroshima abgeworfen und der 1. September 1939 war der Tag des Beginns des Zweiten Weltkriegs - zu diesem Kampftag, dem Antikriegstag, ruft die MLPD auf.

"Das da hätt' einmal fast die Welt regiert,
Die Völker wurden seiner Herr.
Jedoch ich wollte,
daß ihr nicht schon triumphiert:
Der Schoß ist fruchtbar noch,
aus dem das kroch".
(Bertolt Brecht 1955)

Die Gefahr faschistischer Diktaturen und imperialistischer Kriege gehört der Vergangenheit an, wenn der Kapitalismus gestürzt und in den vereinigten sozialistischen Ländern der Welt eine neue Gesellschaft aufgebaut werden wird.

Die "Rote Fahne"-Printausgabe zum 8. Mai mit dem Titelthema "Sozialismus ist stärker als Faschismus und Reaktion" kann hier bestellt werden.

Lese-Tipp: Im Kapitel "Unvergängliche Erfolge beim Aufbau des Sozialismus" widmet das neue Buch von Stefan Engel "Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution" der sozialistischen Friedenspolitik einen eigenen Abschnitt (Seite 106f). Hier gibt's das Buch zum Bestellen