Umwelt

Am 28. Mai Anti-AKW-Demos in 20 Städten

Duisburg (Korrespondenz), 10.05.11: Für Samstag, 28. Mai, ruft die Anti-AKW-Bewegung erneut zu Großdemonstrationen in 20 Städten Deutschlands auf.

Die erste öffentliche Sitzung von Merkels "Ethik-Kommission" wurde von kritischen Teilnehmern aus der Anti-AKW-Bewegung zurecht als Versuch gebrandmarkt, die Umweltverbände vor den Karren der Regierungspolitik spannen zu wollen, um damit die kämpferische Massenbewegung zur sofortigen Stilllegung aller AKWs zu zerstören. Insbesondere wurde hier der Versuch unternommen, die Macht der großen Energiemonopole über die Energieproduktion und -verteilung zu sichern und die dazu notwendigen Megatrassen für Hochspannungsleitungen durchzusetzen. Weiterhin wurde von Seiten von Regierung und Konzernen der Versuch unternommen, die Umweltverbände für den Betrug des sogenannten "Ausstieges mit Augenmaß" zu gewinnen, der in Wirklichkeit wie der damalige Pseudo-Ausstieg von SPD-/Grünen-Bundesregierung 2002 ein jahrzehntelanges Weiterlaufen der AKWs bedeuten würde. Weiterhin sollten der Umweltbewegung neue Kohlekraftwerke und die unterirdische CO2-Verpressung (CCS) als "notwendige Brückentechnologie" untergejubelt werden. Nach Meinung der anwesenden Vertreter von "Ausgestrahlt" und IPPNW war der Verlauf dieser Sitzung der Ethik-Kommission ein entlarvender Beweis ihres tatsächlichen Auftrags und ein absoluter Hinweis darauf, dass Stilllegung der AKWs von der Massenbewegung durchgekämpft werden muss.

Nähere Informationen unter http://anti-atom-demo.de/