Frauen

Unbezahlte Arbeit bleibt Frauensache

Frankfurt (Korrespondenz), 11.05.11: Es sind vor allem die Frauen, die kochen, putzen und sich um die Kinder und pflegebedürftige Angehörige kümmern.

Dies ist das Ergebnis einer Mitte April veröffentlichten Untersuchung der Organisation für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) zur Bedeutung unbezahlter Arbeit. Dafür wurden die Daten aus den 26 OECD-Mitgliedsländern sowie aus China, Indien und Südafrika ausgewertet. Pro Bürger fallen im Schnitt dreieinhalb Stunden unbezahlter Arbeit pro Tag an. Davon erledigen Frauen das meiste. Sie arbeiten durchschnittlich knapp 150 Minuten länger unentgeltlich als die Männer. Würde die unbezahlte Arbeit bei der Berechnung des Bruttoinlandsprodukt (BIP) berücksichtigt – bewertet mit dem durchschnittlichen Lohn eines ungelernten Arbeiters – würde sie zwischen 20 Prozent (Korea) und 50 Prozent (Portugal) des Bruttoinlandsprodukts ausmachen. In Deutschland wären das mit 800 Mrd. Euro rund ein Drittel des BIP. (Quelle: www.oecd.org)