Betrieb und Gewerkschaft

Lokführer lassen sich nicht einschüchtern

Hamburg (Korrespondenz), 19.05.11: In den letzten Tagen und heute auch führen die in der GDL organisierten Lokführer ihren Arbeitskampf, besonders gegen den Veolia-Konzern, weiter, unter anderem bei der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) Mitteldeutschen Regiobahn (MRB), Harz-Elbe-Express. Auch bei der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG) wurde und wird gestreikt.

Die GDL fährt durchaus eine offensive Taktik. So kann sich z.B. die NOB auf nichts mehr einstellen, weil immer wieder plötzlich und unerwartet gestreikt wird. Damit geht die bisherige Taktik der NOB nicht mehr auf: Die NOB hatte z.B. bei Streik den Verkehr auf der Strecke Kiel – Eckernförde oder anderen Strecken in Schleswig-Holstein zum Teil den Zugverkehr komplett eingestellt um nicht organisierte Lokführer auf der wichtigen Strecke Hamburg – Westerland einzusetzen. Vor allem lassen sich im wesentlichen bis jetzt die Lokführer nicht durch die Aussperrungen und weitere Maßregelungen einschüchtern.

Die GDL schreibt am 18. Mai (Homepage) zu den Aussperrungen bei der NOB: "Obwohl bereits seit drei Stunden bekannt war, dass die GDL den Streik beendet, informierte die Geschäftsführung der NOB am gestrigen Dienstag um 23 Uhr per E-Mail zehn Lokomotivführer darüber, dass sie für den kompletten folgenden Mittwoch (0 bis 24 Uhr) ausgesperrt seien. Sämtliche Streikauswirkungen von Betriebsaufnahme am heutigen Mittwoch bis 15 Uhr gehen somit auf das Konto der NOB."

Die politische Bedeutung dieses Arbeitskampfs ist durch die Aussperrungen und die Antwort der Lokführer weiter gewachsen. Es ist wichtig, verstärkt die Solidarität zu organisieren.