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24.05.11 - Uruguay: Marsch gegen Amnestie für Folterer

Am vergangenen Freitag beteiligten sich in Montevideo, der Hauptstadt von Uruguay,  Zehntausende an einem Schweigemarsch gegen Straflosigkeit für Menschenrechtsverletzungen durch das Militärregime 1973 bis 1985. Es wurden Bilder von 200 "Verschwundenen" gezeigt und ihre Namen verlesen. Seit 1996 organisieren die "Mütter und Familienangehörigen der Verhaftet-Verschwundenen" alljährlich einen Schweigemarsch. Dieses Mal war die Beteiligung besonders groß, denn es geht aktuell um die Aufhebung des Amnestiegesetzes aus dem Jahr 1986, das Polizei und Militär straffrei stellte.