Politik

Abfuhr für faschistische Provokation bei der Montagsaktion in Hannover

Hannover (Korrespondenz), 26.05.11: Bei gutem Wetter waren ungefähr 70 Teilnehmer zur Montagsaktion gegen AKW's zum Kröpcke gekommen. Nach der Begrüßung fiel eine Gruppe von Faschisten auf, die sich mit einem provozierenden Transparent "Nationalen Sozialismus erkämpfen" am Rand dazu gestellt hat. Sie wurden am offenen Mikro deutlich aufgefordert, den Platz sofort zu verlassen. Gegenüber den Passanten wurde Öffentlichkeit hergestellt und sie wurden aufgefordert, sich zu solidarisieren und unsere Kundgebung zu unterstützen.

Die Kundgebung wuchs auf 100 Teilnehmer an. Nachdem unserer Aufforderung Nachdruck verliehen wurde, begannen die Faschisten, ihre demagogischen Parolen zu brüllen und die Teilnehmer der Montagsaktion zu bedrohen. Daraufhin griff die anwesende Polizei ein, stellte ihre Personalien fest und erteilte Platzverweise.

Wir griffen diese Provokation in Redebeiträgen am Mikro an und entlarvten das Motiv der Nazis: sich an eine demokratische, ausdrücklich antifaschistische Kundgebung anzuhängen und sie für ihre Zwecke zu missbrauchen. Ein Gewerkschafter machte deutlich, dass die Faschisten nicht nur rassistisch, sondern vor allem arbeiterfeindlich sind, wenn sie DGB-Demos überfallen, wie am 1. Mai 2009 in Dortmund oder am 1. Mai in Husum.

Wir bedankten uns für das schnelle Eingreifen der Polizei. Mehrere Redebeiträge gingen noch darauf ein, dass sich die Situation in Fukushima weiter zuspitzt, dass Tepco scheibchenweise zugeben muss, die Lage nicht im Griff zu haben und sich die geschmolzenen Brennelemente weiter durch die Reaktorhülle fressen. Die massive Medienmanipulation soll den Protest und Widerstand zersetzen, indem uns vorgegaukelt wird, es kommt schon alles irgendwie wieder in Ordnung.

Im Anschluss an unsere Kundgebung beteiligten die meisten sich noch an einer spontanen antifaschistischen Demo durch die Fußgängerzone, um diesen Vorfall öffentlich zu machen und unserer offensiven Haltung Nachdruck zu verleihen, dass die faschistischen Organisationen und ihre Propaganda verboten werden müssen.