International

Solidaritätskampagne "Freiheit für Valentin Urusov"

27.05.11 - Seit mehr als zwei Jahren ist der russische Bergarbeiter und Gewerkschaftssprecher Valentin Urusov in einem Arbeitslager in Haft. Er hatte im Jahr 2008 eine Gewerkschaftsgruppe bei ALROSA (russischer Bergbaukonzern, zweitgrößter Diamantenförderer der Welt) in der Stadt Udatschnyj in Jakutien/Sibirien gegründet. Nach einem Hungerstreik aus Protest gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen und Hungerlöhne im Oktober 2008 wurde er zwei Tage, bevor die ersten Verhandlungen über die Forderungen der Arbeiter stattfinden sollten, verhaftet.

Das Gericht verurteilte ihn unter dem gefälschten Vorwand von Drogenbesitz, den die Polizei angeblich in seiner Wohnung während seiner Abwesenheit "gefunden" hatte, zu sechs Jahren Zwangsarbeit. Der Konzern gehört der jakutischen Republik, die Gerichte stehen unter der Hoheit und dem direkten Druck des Konzerns. Zwar wurde Valentin Urusov von der nächsten Instanz freigesprochen, aber die verwies den Fall erneut an das Bezirksgericht, das 2009 das Urteil jedoch nur auf fünf Jahre Haft reduzierte.

Zum Valentinstag im Jahr 2011, an dem in Moskau und anderen Städten Solidaritätsaktionen stattfanden, erklärte er: "Trotz allem bedaure ich nicht, dass ich diesen Weg gewählt habe!" International gibt es eine Solidaritätskampagne "Freiheit für Valentin Urusov".

Protestresolutionen sind erbeten an: info@ikd.ru und free.urusov@googlemail.com sowie an die Russische Botschaft in Berlin: posolstvo@russischebotschaft.de