Jugend

Zwei begeisternde Tage im Geiste der internationalen Solidarität

Zwei begeisternde Tage im Geiste der internationalen Solidarität
Podiumsdiskussion - die größte Veranstaltung (Foto RF)

12.06.11 - Bei herrlichem Wetter und bester Stimmung ist das 15. Pfingstjugendtreffen inzwischen auf Hochtouren. Alle Interessierten haben noch die Möglichkeit, um 19 Uhr zum großen Abschlussfest auf die Trabrennbahn in Gelsenkirchen zu kommen. Der erste Tag des Pfingstjugendtreffens ging mit dem Songcontest zu Ende. Zuvor stellte Stefan Engel am Nachmittag vor ca. 200 Zuhörern das neue Buch "Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution" vor.

Sein Vortrag richtete sich vor allem an Jugendliche, aber unter den Zuhörern waren auch zahlreiche ältere Besucher des Pfingstjugendtreffens. Stefan Engel berichtete, dass bei der Erarbeitung des Buches 130 weitere Autoren beteiligt waren. 18 Jahre lang wurde die internationale Entwicklung analysiert. Daran waren auch zahlreiche internationale Organisationen beteiligt.

Der Songcontest zog zum Abschluss des ersten Tages viele Zuschauer in seinen Bann. Von den acht teilnehmenden Bands ging unter großem Beifall der mitgereisten Fangemeinde die Wuppertaler Band "The Boom" als Sieger hervor. Die Band aus fünf Jungs im Alter von 12 bis 13 Jahren überzeugte vor allem dadurch, dass sie ohne Background usw. auskamen. "Der blutjunge Schlagzeuger war einmalig, man konnte ihn allerdings hinter dem Drums kaum sehen,", so ein Teilnehmer aus Duisburg.

Auch der zum Teil heftige Regen tat der guten Stimmung keinen Abbruch, und heute ging es bei herrlichem Sonnenschein weiter. "Ich bin ja zum ersten Mal bei einem Pfingstjugendtreffen, und ich bin wirklich beeindruckt, wie hier alles selbst organsiert wird. Die Verpflegung ist super, und ich habe schon lange kein so leckeres Döner mehr gegessen wie vorhin", meinte Martina aus Dinslaken.

Ein Höhepunkt des heutigen Tags war die Veranstaltung "Proletarischer Internationalismus im 21. Jahrhundert". Vertreter der internationalen revolutionären Bewegung diskutierten auf dem Podium darüber und beantworteten Fragen aus dem Publikum, so unter anderem Halinka Augustin von der GML Rode Morgen aus den Niederlanden als Vertreterin der internationalen Frauenbewegung oder Luis Jalandoni von der NDF aus den Philippinen. Geleitet wurde die Diskussion von Stefan Engel, Vorsitzender der MLPD und Hauptkoordinator der ICOR ("Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen").

Sie legten anhand der Erfahrungen in ihren Ländern und Kontinenten dar, warum es nicht nur notwendig ist, dass sich die revolutionären Organisationen der Welt enger zusammen schließen, sondern auch die Zeit dafür reif ist. Stefan Engel betonte, dass die ICOR einem wachsenden Drang der revolutionären Kräfte, sich zusammen zu schließen nachkommt, dass sie vor allem auf die praktische Koordinierung der revolutionären Tätigkeit bezogen ist und sich als "Dienerin" der internationalen Vereinigung versteht (ausführlicher in der nächsten Printausgabe der "Roten Fahne").

Im Mittelpunkt des sportlichen Geschehens am Sonntag standen die Wettkämpfe im Rahmen des "Spiels ohne Grenzen", das schon zur Tradition des Pfingstjugendtreffens gehört. 15 Mannschaften - jeweils mit 20 Kindern und Jugendlichen - beteiligten sich daran. Am Spielfeldrand standen einige Hundert Zuschauer. Sie feuerten die Mannschaften begeistert an, so als wären es nicht ein paar Hundert, sondern Tausende.

Da flogen bei den verschiedenen Wettbewerben nasse Schwämme durch die Luft, leere Bierkästen wurden weitergereicht und aufgetürmt. Auf dem Rückweg zum Ziel auf Schmierseife getränkten Folien empfahl es sich, auf allen Vieren zu krabbeln. Auch das machte Spaß! Sieger des Wettbewerbs wurden die "Orschel-Tigers" aus Reutlingen, Zweiter die "Magic Bayern" aus München, erstmalig wurden zwei dritte Plätze vergeben, an die "Kleinen aus Entenhausen" (Witten, Hattingen,Solingen) und die "Feuerfüchse" aus Bochum.

Das Fest begeistert Jung und Alt, Besucher aus nah und fern. Gerhard, ein älterer Teilnehmer aus Mülheim, der bisher an allen Pfingstjugendtreffen teilgenommen hatte, ist besonders von den vielen Kindern und Jugendlichen, die auf dem Gelände an der Trabrennbahn aktiv sind, beeindruckt: "Kinder und Jugendliche prägen das Pfingstjugendtreffen. So sind vier Kinder der Gemeinschaftsgrundschule Gathestraße in Mülheim mit einem selbst gemalten Graffitiplakat gekommen 'Unsere Schule darf nicht geschlossen werden'. Sie protestieren gegen die Schulschließung, die von der Mülheimer Stadtbürokratie nach dem Bildungsentwicklungsplan vorgesehen ist und werden mit dem Plakat am nächsten Samstag zum Schulfest gehen."

Nun warten alle gespannt auf das internationalistische Open-Air-Abschlussfest, wo auch die Gewinner der Tombola bekanntgegeben werden. Für alle Interessierten: Beginn ist um 19 Uhr an der Haupttribüne, Eintritt kostenlos.

Die "Rote Fahne" wird in der Printausgabe ausführlich berichten.