Betrieb und Gewerkschaft

Erfolge von Behr- und Getrag-Kollegen vor Gericht

22.06.11 - Dazu heißt es in Pressemitteilungen der Behr-Kolleginnen und -Kollegen vom 14. sowie vom 19. Juni:

"Vom Arbeitsgericht wurden am 30. März für sechs Kolleg/innen der Firma Behr und am 15. April für weitere acht Kolleg/innen die Kündigungen für unwirksam erklärt ... . Für die Kolleg/innen war dies ein großer Erfolg und ein erster Schritt für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Dafür hatten sie mehr als 1,5 Jahre unermüdlich gekämpft und sich auch nicht in die Resignation treiben lassen.

Eine deftige Klatsche hat damit auch die Führung der IG Metall in Stuttgart erhalten, die mit Behr einen Vertrag über die Schließung des Werkes in Stuttgart-Feuerbach abschloss und dabei der Vernichtung der Arbeitsplätze zustimmte. Denn die Beschäftigten sollten in eine Transfergesellschaft übernommen werden und dort nur für ein Jahr garantiert Arbeit erhalten. Angeboten wurden ihnen als Hohn Arbeitsplätze im 250 Kilometer entfernten Werk in Neustadt an der Donau. In ein Werk im nahen Mühlacker wurden die Betroffenen jedoch nicht übernommen, obwohl dort wegen des Produktionsanstiegs viele Neueinstellungen vorgenommen wurden."

"Nun haben auch die Kolleg/innen der Fa. Getrag ihre Gerichtsprozesse gewonnen. Wir hatten sie am 27. Mai bei ihren Gerichtsprozessen begleitet, unterstützt und auch davon berichtet. 140 Mitarbeiter hatte der Automobilzulieferer Getrag Anfang 2009 auf Kurzarbeit gesetzt. 90 von ihnen wurden anschließend entlassen. Vier Betroffene wehrten sich jetzt vor Gericht gegen die Kündigung – zu Recht, wie ihnen die Kammer Ludwigsburg des Arbeitsgerichts Stuttgart gestern bestätigte."