Politik

Offener Revanchismus beim Schlesiertreffen und das Lavieren der CDU

28.06.11 - Der Vorsitzende der schlesischen Landsmannschaft, Rudi Pawelka, hat bei deren Deutschlandtreffen am 26.6.  wie schon oft offen revanchistische Töne angeschlagen. Im Vorfeld schrieb er, dass die Polen sich nach wie vor (!) gegenüber den Deutschen wie ein Herrenvolk benähmen. Auf dem Treffen selbst vertrat er, die Polen hätten ja selbst am Holocaust mitgewirkt. Das Wort „Herrenvolk“ ist Nazi-Sprache pur. Hitler hat Polen überfallen, nicht umgekehrt. Und die Gräueltaten dieses „Herrenvolks“ in Polen sind ein historisch unauslöschbares Menschheitsverbrechen. Dieses Verkehren von Täter und Opfer, dieses Aufrechnen wirklicher und vermeintlicher Untaten ist grundsätzlich abzulehnen. Auch die Folgen des 2. Weltkriegs gehen auf die Aggression der Nazi-Armee zurück. Wegen deren maßloser antikommunistischen Propaganda flohen die meisten Deutschen aus diesen Gebieten von sich aus vor der Roten Armee. Deshalb enthält das Wort "Vertreibung" bereits eine Geschichtslüge. Und deutsche Minderheiten wie z.B. im Sudetenland hatten sich oft mehrheitlich als treue Anhänger Hitlers erwiesen. Die Berechnung ist wohl hierbei: irgendetwas wird beim Thema Vertreibung schon als Vorbehalt gegenüber der Sowjetunion und den neuen sozialistischen Staaten ab 1945 hängen bleiben …
Und was macht der niedersächsische Ministerpräsident David Mc Allister? Er geht hin und wertet damit dieses Treffen auf. Und geht wieder – immerhin – als die offen revanchistischen Sprüche kommen. Die sind auch ihm zu viel. Sind doch derzeit in der Außenpolitik der deutschen Übermonopole v.a. diplomatische und wirtschaftliche Mittel im Vordergrund. Aber offenkundig will die CDU zu solch offen aggressiven Kreisen nicht abreißen lassen. Erst hingehen und dann ohne irgendeine Stellungnahme verschwinden – nein so können Sie sich nicht herausmogeln, Herr Mc Allister! Gegen faschistoide Tendenzen und Revanchismus hilft nur eins: Klarer Protest und kämpferischer Widerstand.