Politik

Erneute faschistische Morddrohung gegen Gerd Pfisterer und die MLPD

Dortmund (Korrespondenz), 21.07.11: In der Nacht vom 19. zum 20. Juli haben Faschisten erneut eine Morddrohung an die Hauswand von Gerd Pfisterer in Dortmund gesprüht: "MLPD töten". Gerd Pfisterer ist Betriebsrats-Vorsitzender von HSP und hat 2010 für die MLPD/Offene Liste zum Bundestag kandidiert. Im April war bereits eine Morddrohung "Kommis töten" an die Hauswand und auf das Klingelschild von Gerd gesprüht worden. Außerdem erhielten er und seine Frau eine SMS mit der Drohung: "Hallo Gerd. Wir kriegen dich und Anke. Linkes Ungeziefer von der Straße treten. Rotfront zerschlagen."

Gegen diese feige Morddrohung entwickelte sich weit über Dortmund hinaus eine breite Solidarität, vor allem auch aus den Gewerkschaften, verschiedenen Vertrauenskörperleitungen und Betriebsrats-Gremien der Stahlindustrie. Vor wenigen Wochen hatte die Staatsanwaltschaft das Verfahren und die Polizei ihre nächtlichen Kontrolle eingestellt, weil angeblich der Täter nicht zu ermitteln sei. Man hat nicht den Eindruck, als ob die Staatsanwaltschaft besonderes Interesse an der Aufklärung hat.

Der Zeitpunkt der erneuten Drohung ist sicher kein Zufall. Sie findet zu einem Zeitpunkt statt, wo die Faschisten zum wiederholten Male europaweit zu einer Demonstration am 3. September in Dortmund aufrufen, gleichzeitig aber auch bundesweit und in Dortmund demokratische, antifaschistische und revolutionäre Kräfte zum Protest und Widerstand gegen diese Provokation mobilisieren. So wurde z.B. vor zwei Tagen ein großes Hakenkreuz an die Hauswand des Parteibüros der DKP in Dortmund gesprüht.

An der neuen Morddrohung fallen zwei Dinge auf: sie richtet sich direkt gegen die MLPD und Leute, die die Faschisten mit der MLPD in Verbindung bringen und sie verzichtet auf faschistische Symbole. Dass es sich dabei aber in beiden Fällen um dieselben Täter handelt, geht eindeutig aus der "Handschrift" der aufgesprühten Drohungen hervor. Außerdem ist die Morddrohung genau an der selben Stelle aufgesprüht. Notwendig ist die Organisierung eines weiteren breiten Protests gegen die faschistischen Morddrohungen und die Solidarität mit Gerd Pfisterer und seiner Frau.