International

Verbrechen katholischer Priester an zehntausenden Kindern in Irland

Düsseldorf (Korrespondenz), 26.07.11: Weit über zehntausend registrierte Fälle übelster Misshandlung von Jugendlichen und Kindern, einschließlich sexueller Unterdrückung, listete 2009 ein Bericht über die Verbrechen katholischer Priester in Irland in mehreren Jahrzehnten auf. Aktuell hat der Vatikan seinen Botschafter aus Irland zurückgezogen und fordert "Objektivität". Anlass ist, dass selbst die irische Regierung nicht mehr das Verschweigen dieser Verbrechen duldet.

Premierminister Enda Kenny sprach erstmals offen von "Entgleisung, Entwurzelung, Elitarismus und Narzismus" beim Vatikan. "Vergewaltung und Folter von Kindern wurden heruntergespielt oder gerechtfertigt, um statt dessen die Vorherrschaft ihrer Institution, ihrer Macht, ihres Standes und Ansehens aufrechtzuerhalten." Objektiv bleibt festzustellen, dass seit 2009 die katholische Kirche unter Papst Josef Ratzinger nichts an Aufklärung, Entschuldigung oder Verurteilung unternommen hat.