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Brutale Unterdrückung von Landbesetzungen in Argentinien

01.08.11 - Die PCR (Revolutionäre Kommunistische Partei) Argentinien informierte am 28.7. über die brutale Unterdrückung von Landbesetzungen in Jujuy. Wir dokumentieren den Artikel:

"Unterdrückung und Tod in Jujuy

Mehr als 500 Familien der CCC (Corriente Clasista y Combativa – Kämpferische Strömung - Anm. der Red.), die ein Grundstück von der Zuckerrohrfabrik Ledesma besetzt hatten, wurden brutal mit Bleikugeln und Gas auf Anordnung des Ministers der Regierung der Provinz Jujuy vertrieben. Die Bilanz bisher sind drei tote Genossen, Ariel Farfan, 17 Jahre, Felix Heredia und Victor Reyes, sowie ein Polizist: Alejandro Farfan. Weitere sind durch die Kugeln ernsthaft verwundet und acht Frauen wurden verhaftet. Niemand kennt die Zahl der Männer und Kinder, die sich aufgrund des Gaseinsatzes in einem ernsten Zustand befinden.

Es sind weitere Tote, die zu den vielen Kämpferinnen und Kämpfern aus dem Volk hinzukommen, die von der Repression ermordet wurden, wie Mariano Ferreyra, Roberto und Mario Lopez, die Genossen, die im 'Parque Indoamericano' in Buenos Aires und in Bariloche gefallen sind. Dazu gehört auch der zweifelhafte Unfall von Martires Lopez. Hunderte von Familien sind auf die Ländereien zurückgekehrt, von denen sie vertrieben wurden und bereiten sich vor, sich gegen jeden neuen Versuch der Unterdrückung zu verteidigen.

Angesichts dessen haben die CCC, die CTA, Studenten und Gewerkschaften, soziale und politische Organisationen zur Casa de Jujuy mobilisiert, um dagegen zu protestieren und die Beendigung der Repression zu fordern. ... Wir machen die nationale und die Provinzregierung für diese grausame Repression verantwortlich und fordern die Bestrafung der Mörder und Gerechtigkeit für diejenigen, die für Land und angemessenen Wohnraum kämpfen."

Die MLPD hat ihre Anteilnahme erklärt und solidarische Grüße geschickt. Die PCR hat sich bedankt und mitgeteilt, dass leider noch ein weiterer Genosse gestorben ist und sich im ganzen Land eine große Solidarität entwickelt. 

Solidaritätsadressen an: pcr-arg_internacional@fibertel.com.ar, Kopie bitte an redaktion@rf-news.de