International

Hiroshima-Gedenktag und internationaler Kampftag gegen Faschismus und Krieg

06.08.11 - Millionen von Menschen haben heute in Japan und weltweit den Folgen der ersten Atombombenexplosion vor 66 Jahren in Hiroshima gedacht. Sie tötete unmittelbar bis zu 140.000 Menschen, der Großteil der Stadt wurde zerstört. Weitere 80.000 Menschen wurden beim zweiten Bombenabwurf über Nagasaki am 9. August getötet. Weitere Hunderttausende starben in den Jahren danach an den Folgen der Strahlung.

Tatsächlich ging es den USA dabei nicht um eine frühere Beendigung des II. Weltkriegs, mit der der Atombombenabwurf stets gerechtfertigt wird. Das faschistische Japan war militärisch und ökonomisch bereits schwer angeschlagen. Es ging den USA um die Ausdehnung ihrer wirtschaftlichen und politischen Macht und um eine Warnung an die damals sozialistische Sowjetunion in Verbindung mit einer Demonstration der eigenen militärischen Stärke (siehe "rf-news"-Artikel vom 6.8.2010).

In Japan und weltweit verband sich das Gedenken an dieses barbarische Verbrechen angesichts der Atomkatastrophe von Fukushima dieses Mal mit dem Protest für die Stilllegung aller Atomkraftwerke.

In verschiedenen Ländern wurde der 6. August erstmals als internationaler Kampftag gegen Faschismus und Krieg begangen. Die ICOR ("Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen") hatte bei ihrer Gründung im Oktober 2010 unter anderem beschlossen: "In jedem Land soll entsprechend der jeweiligen Tradition entweder am 8./9. Mai, am 6. August oder am 1. September ein internationaler Kampftag gegen Faschismus und Krieg stattfinden. Der 8. Mai 1945 war der Tag der Zerschlagung des Hitlerfaschismus, am 6. August 1945 wurde vom US-Imperialismus die erste Atombombe auf Hiroshima abgeworfen und der 1. September 1939 war der Tag des Beginns des Zweiten Weltkriegs." (siehe ICOR-Resolution)

In Asien waren dazu unter anderem an Aktivitäten geplant: In Indien am 6. August Demonstrationen und Kundgebungen in verschiedenen Städten, am 9. August in Delhi eine zentrale Demonstration gegen den Bau des Atomkraftwerks in Jaitapur (Nähe Mumbai), am 10. August eine "All India Anti-Nuclear Convention" in Delhi. In Pakistan am 6. August in Lahore und Karachi um 19.30 Uhr Gedenkversammlungen. Auch in der Türkei finden Aktivitäten statt. "rf-news" wird weiter darüber berichten.