Umwelt

Über 600 Besucher auf dem 9. Waldfest in Truckenthal

Über 600 Besucher auf dem 9. Waldfest in Truckenthal
Kinder beim Säge-Wettbewerb

Truckenthal (Korrespondenz), 07.08.11: Beim diesjährigen Waldfest auf der Freizeit- und Ferienanlage in Truckenthal (Thüringen) wurde den insgesamt 600 Besuchern eine kulturelle Vielfalt geboten, die jeden in Bann zog. Beim abschließenden Programm auf der Waldbühne traten junge Nachwuchskünstler auf, der "Zirkus Rebellini" vom Kindercamp der Rotfüchse und eine Hip-Hop Band aus der Region. 70 Kinder befreiten beim "Neptunfest" den Neptun aus den Klauen der Herren Gierigs, die die Weltmeere verschmutzen. Sie bombardierten die Gierigs mit Wasserbomben, so dass ihnen nichts anderes übrig blieb, als die Flucht zu ergreifen.

Die Rettung der Umwelt stand auch im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion unter dem Motto "Entweder stirbt der Kapitalismus, oder die Mutter Erde". Das Podium war besetzt mit Aktivisten der Bewegung gegen die 380-Kilovolt-Leitung mitten durch den Thüringer Wald, aber auch mit Spezialisten wie Professor Josef Lutz von der TU Chemnitz, der nachwies, dass es Alternativen zu den überdimensionierten 380-KV-Leitungen gibt.

Einigkeit bestand unter den verschiedenen Teilnehmern, dass die zunehmende Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen ihre Ursache im kapitalistischen System hat und dass es umso notwendiger ist, über den Tellerrand der einzelnen Initiativen hinauszuschauen und zusammenzuarbeiten. Spenden gesammelt wurden für die Teilnahme von Bergarbeitern aus dem Uranbergbau in Togo bzw. Nigeria am internationalen Umweltratschlag im Oktober.

Vielfältig war auch wieder das kulinarische Angebot: Utas Wildgemüse, Kesselgulasch, Lamm am Spieß, Kaffee aus Arabien usw. Ein Riesenspektakel für jung und Alt war das Tonnenabschlagen aus dem Norden der Republik. Von noch höher aus dem Norden kam das Mölkky-Spiel aus Finnland. Sein internationalistischer Charakter war denn auch das Prägende an diesem Waldfest.