Politik

Erfolgreiches Resümee des Münchner "SlutWalks"

19.08.11 - Mit einem Resümee des sogenannten "SlutWalk" ("Schlampenmarsch") in München, der am 15. August auch in 12 anderen deutschen Städten statt fand (siehe Kurzmeldung dazu), wendet sich das Organisationsteam an die Öffentlichkeit (Auszüge):

"Zeitgleich mit Menschen in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Leipzig und anderen deutschen Städten trafen sich auf dem Münchener Goetheplatz etwa 350 Menschen, um gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt und Vergewaltigungsmythen zu demonstrieren. Die Slutwalks hatten sich von Toronto aus über die ganze Welt verbreitet, nachdem ein kanadischer Polizist Anfang des Jahres als Präventionsmaßnahme angeraten hatte, dass Frauen sich nicht wie Schlampen kleiden sollten, wollten sie nicht zu Opfern sexualisierter Gewalt werden.

Nach einer Auftaktkundgebung bewegte sich die Versammlung in einem langen Zug durch das Bahnhofsviertel und die Innenstadt zum Marienplatz. Bei der Ankunft auf dem Marienplatz hatten sich schätzungsweise 500 Personen der Demonstration angeschlossen. ...

Die zum Teil freizügige oder außergewöhnliche Kleidung vieler Beteiligter erregte einige Aufmerksamkeit; der Zug wurde jedoch durch eine ebenso große Anzahl von Menschen in Alltagskleidung ergänzt, was das Organisationsteam sehr freute. ...

Wünschenswert wäre gewesen, wenn sich diejenigen Pressevertreter/innen und Privatfotographen, die sich über die Aufforderung des Organisationsteams, Detailaufnahmen und Einzelbilder mit den Fotografierten abzusprechen, hinweggesetzt haben, über die zentralen Anliegen der Demonstration mehr Gedanken gemacht hätten und mehr Wert auf gegenseitiges Einvernehmen gelegt hätten. ..."