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Bergarbeiterstreiks in Peru!

07.09.11 – Seit dem 31 August dieses Jahres streiken peruanischen Bergarbeiter in Marcona, Ica, die zur Provinz Nazca gehört. Die 1.200 Beschäftigte des chinesischen Bergbau-Konzern Shougang sind in den Streik getreten um höhere Löhne zu fordern. Die Bergleute fordern von Shougang 8,5 Nuevos Soles (3,1 US-Dollar) mehr am Tag.  Die Geschäftsleitung des chinesischen Bergbaukonzern hat nur 1,3 Nuevos Soles angeboten. Shougang produziert in Marcona insgesamt 8 Millionen Tonnen Eisenerz pro Jahr, was ein Umsatz von 300 Millionen US-Dollar jährlich entspricht. Die langjährigen Beschäftigten der Firma, das sind 700 Bergarbeitern von den 1.200, verdienen 68 Nuevos Soles pro Tag, das sind etwa 250 Euro im Monat. Ihre neueren Kollegen verdienen nur 43,55 Nuevos Soles am Tag. Das soll sich ändern. Die Bergleute fordern, dass ihre neueren Kollegen das selbe verdienen sollen wie auch die älteren Kollegen bei Shougang, die seit 1993 die Kupfermine von Marcona besitzt. Die Bergarbeiter bei Shougang weisen darauf hin, dass ihre Kollegen in anderen Bergbausektoren wie die Kupferbergarbeiter, z.B., deutlich mehr verdienen, das sind 150 Nuevos Soles pro Tag.
Mittlerweile hat sich der „Streikvirus“ wie es die peruanischen Massenmedien bezeichnen,  auf andere Bergwerke ausgebreitet. Die Bergarbeiter der Kupfermine "Cerro Verde" in Arequipa (im Besitz einer australisches-chinesischen Firma) haben beschlossen ab den kommenden 13 September, am Mittwoch und Donnerstag zu streiken. Die Regierung im Peru hat Angst, dass sich diese Streiks weiter ausweiten, weil der Bergbau vom großer Bedeutung für Peru ist. Im Peru erwirtschaftet der Bergbau insgesamt 60 Prozent der Exporte des Landes. Peru ist der zweitgrößte Kupferproduzent, sowie der zweitgrößte Silber und Zinkproduzent der Welt. In der Goldproduktion liegt Peru an sechster  Stelle weltweit.