Betrieb und Gewerkschaft

Solidaritätsaktion für die Opel-Beschäftigten in der Bochumer City

09.09.11 - In einer Pressemitteilung berichtet die Montagsdemo Bochum über eine Solidaritätsaktion für die von Entlassung oder Zwangsversetzung betroffenen Mitarbeiter am 8. September auf dem Husemannplatz (siehe "rf-news"-Meldung vom 7.9.11):

Zur Kundgebung um 17.00 Uhr kamen rund 50 Personen, viele Passanten blieben interessiert stehen. Es gab viele Redebeiträge am offenem Mikrofon, unter anderem redeten Mitarbeiter von Opel (darunter waren auch die unmittelbar Betroffenen), der Vorsitzende der Sozialen Liste, ein Ratsmiglied der Sozialen Liste, VertreterInnen des Frauenverbands Courage, der MLPD und des Jugendverbandes REBELL sowie Einzelpersonen und verurteilten die Kündigungen durch Opel aufs Schärfste.

Allgemeiner Tenor war: Die über 80 ausgesprochenen Kündigungen waren nicht betriebsbedingt, sondern hatten politische Gründe. Ein Mitarbeiter von Opel meinte: "In Kürze soll die Produktion des Opel-Zafiras in Bochum anlaufen. Noch nie war der Neustart eines Automobil-Modelles so chaotisch wie jetzt. Um die Arbeit zu schaffen, wurden Sonderschichten angesetzt. Außerdem wurden Leiharbeiter angeheuert."

Besonderer Erfolg war das Sammeln von Unterschriften für die Rücknahme der Kündigungen und die Zukunft der Jugend bei Opel. Dazu gab es eine auf Pappe geklebte gut sichtbare Liste. Über 60 Unterschriften kamen zusammen. Auch war die Presse anwesend und machte Fotos von der Aktion.

Nach Ende der Veranstaltung versammelten sich die Organisatoren der Solidaritätsaktion und mehrere Opel-Mitarbeiter in einer Gaststätte, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Es wurde beschlossen, die Unterschriftensammlung fortzusetzen. Außerdem sollen die bereits gesammelten Unterschriften auf der Belegschaftsversammlung von Opel dem Betriebsrat überbracht werden.