Politik

Montagsdemo Marl protestiert gegen faschistische Aufkleber-Aktion

13.09.11 - In einem Offenen Brief an den Bürgermeister und den Stadtrat protestiert die Montagsdemonstration Marl gegen eine empörende faschistische "Klebeaktion" (hier Auszüge):

"Mit großem Unmut müssen wir immer wieder feststellen, dass die Straßen unserer Stadt mit diffamierenden und menschenverachtenden Aufklebern verschiedener neofaschistischer Gruppen, darunter Nationaler Widerstand Marl und AG Mitte-Ruhr verunstaltet werden. Auch die Montagsdemonstration ist schon mehrfach von Neofaschisten bedroht worden, die sich in feiger Manier vermummt gegen Montagsdemonstranten wandten.

Die neueste 'Klebeaktion' fand in der Nacht von Samstag auf Sonntag (10./11.09) statt. In mehreren Straßen im Stadtteil Hüls waren sämtliche Lichtmasten aber auch Regenrinnen und selbst Wohnwagen und Stromkästen mit übelsten Hetzparolen beklebt (u.a. Ziegeleistraße, Gersdorffstraße, Heyerhoffstraße, Carl-Duisberg-Straße). ...

Am 3. September haben über 10.000 Menschen in Dortmund erfolgreich Flagge gezeigt und gegen den provokativen Aufmarsch der Neonazis demonstriert. Auch hier in Marl ist kein Platz für Faschisten! Wir fordern Sie, Herrn Bürgermeister Arndt, und den Stadtrat auf, Maßnahmen gegen die Verbreitung faschistischen Gedankenguts und die Bedrohung durch Neofaschisten zu ergreifen.

Wir sind für das Verbot aller faschistischen Organisationen!"

(beschlossen auf der Montagsdemonstration Marl am 12.09.2011)