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29.09.11 - Paris: Migranten sterben bei Brand

Am Mittwoch Morgen kamen bei einem Hausbrand in Pantin im Nordosten von Paris sechs Migranten aus Ägypten und Tunesien ums Leben. Mehrere weitere Menschen wurden verletzt. Das Haus, in dem sie seit einiger Zeit lebten, war seit längerem für den Abriss im Rahmen eines „Stadterneuerungsprojekts“ vorgesehen, das aus finanziellen Gründen immer wieder verschoben wurde. Wegen fehlenden geeigneten Wohnraums hatten sie das Haus vor kurzem selbständig bezogen, die Stadtverwaltung hatte bereits eine Räumung beantragt. Die Situation in dem Viertel, das zur Pariser „Banlieue“ zählt, sind katastrophal: Die Besiedlungsdichte dort ist eine der höchsten in ganz Europa. Über 4.000 Menschen warten dringend auf sozialen Wohnungsbau. Seit Beginn der länderübergreifenden revolutionären Gärung im Mittelmeerraum kamen zahlreiche Migranten insbesondere aus Nordafrika nach Frankreich. Die meisten von ihnen leben dort ohne Papiere, sind dadurch besonders rechtlos und von der Willkür des Staates und der Polizei in besonderem Maße bedroht.