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Streik bei ThyssenKrupp-Fahrstühle in Hongkong

29.09.11 - Die Belegschaftsversammlung von ThyssenKrupp-Fahrstühle in Hongkong hat am 26. September beschlossen, in den Streik zu treten. "Nach Jahren unerträglichen Drucks kämpfen wir für die Verbesserung unserer Lebensbedingungen und streiken für einen fairen Lohn und die Sicherheit der FahrstuhlnutzerInnen", ist die Erklärung der Belegschaftsversammlung überschrieben. Weiter heißt es darin:

"Wegen der Knappheit an Arbeitskräften müssen wir abends oft Überstunden machen, um uns um plötzliche Fahrstuhlausfälle zu kümmern. Die KollegInnen brauchen den Lohn für die Überstunden, um ihren Lebens­  unterhalt bestreiten zu können. Wenn wir die Nacht durch arbeiten, schafft es die Firma nicht mal, uns danach einen Ruhetag zuzuteilen, mit anderen Worten, wir müssen oft 33 Stunden am Stück arbeiten, bevor wir Feierabend haben.

Ohne diese Überstunden würde unser Lohn nicht zum Leben reichen, und die Firma könnte ihren Service nicht sicherstellen. Auf lange Sicht schadet das aber nicht nur unserer Gesundheit, es kann auch zu Unfällen kommen und damit die Sicherheit der FahrstuhlnutzerInnen gefährden.

Wir treten jetzt in den Streik, nicht nur um für unseren Lohn zu kämpfen, sondern auch um für unsere eigene Sicherheit und die der FahrstuhlnutzerInnen einzutreten. Wir wollen, dass die Firma folgende Forderungen erfüllt:
1. Anhebung der MechanikerInnen-Löhne auf ein faires Maß
2. Vergrößerung der Belegschaft und Arbeit in Zweier-Teams entsprechend den Versprechungen, die vor drei Jahren gemacht wurden
3.Gewährleistung der Ruhetage und Einhaltung einer Arbeitszeit von längstens 24 Stunden – ohne Auswirkungen auf die Lohnhöhe."

Hier kann der komplette Text der Erklärung (Übersetzung durch "rf-news) gelesen werden.