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MLPD-Betriebsgruppe Bosch Stuttgart-Feuerbach solidarisch mit streikenden indischen Boschlern

20.10.11 - In einer Solidaritätserklärung an die indischen Bosch-Kollegen in Bangalore schreibt die MLPD-Betriebsgruppe Bosch Stuttgart-Feuerbach unter anderem:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

euer mutiger und entschlossener Streik gegen Outsourcing und Vergabe an Zulieferer mit der Gefahr, dass das ganze Werk geschlossen wird, bestärkt auch uns den Kampf gegen die Spaltungsmethoden von Bosch aufzunehmen. Wir Arbeiter treten nicht untereinander gegenseitig in Konkurrenz um die Arbeitsplätze, um schlechtere Arbeitsbedingungen und niedrigere Löhne für die "bessere Organisation und Wettbewerbsfähigkeit" von Bosch.

In der Region Stuttgart soll mit dieser Begründung das Werk in Waiblingen geschlossen und nach Feuerbach verlagert werden. Dagegen hat sich bisher die Bevölkerung in Waiblingen und die Belegschaft von Bosch erfolgreich gewehrt.

Euer Streik seit 28. September im Werk in Bangalore mit Streikposten an den Toren damit keine Lieferungen rein oder raus gehen und Streikbrecherarbeiten verhindert werden ist uns Vorbild. Wir werden die Solidarität in den Bosch Betrieben in Feuerbach, Waiblingen und Reutlingen organisieren und die Kollegen auffordern keine Streikbrecherarbeiten zu machen. Durch die internationale Verbundproduktion sind wir in der Fertigung der Dieseleinspritzpumpen täglich miteinander verbunden. Wir produzieren auf dem höchsten technischen Niveau der Produktivkräfte, sie werden jedoch nicht zum Nutzen des Menschen und der Natur eingesetzt. ...

Empört sind wir über die Aussperrung der Belegschaft in Bangalore und dass Bosch die Polizei eingeschaltet hat gegen den Streik und den Streik kriminalisiert. Bosch erklärt Euren selbständigen Streik für illegal.

Auch in Deutschland stehen wir vor der Aufgabe in jedem Kampf auch unser legitimes Recht auf Streik zu erkämpfen als ein uneingeschränktes und allseitiges gesetzliches Streikrecht. Bisher wird es lediglich in Tariffragen zugestanden, wenn Verhandlungen gescheitert sind. Für unsere Zukunft und die unserer Kinder nehmen wir uns das Recht auf Streik.