Betrieb und Gewerkschaft

"Offensiv-Gruppe" bei Opel Bochum solidarisch mit Ford-Kollegen

22.10.11: "rf-news" erhielt folgende Solidaritätserklärung der "Initiative für eine kämperische, gewerkschaftliche Betriebsratsarbeit bei Opel Bochum - Offensiv":

"Solidaritätserklärung an die Kolleginnen und Kollegen bei Ford

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir haben von Eurem entschlossenen Widerstand gegen die Umsetzung von ERA erfahren. Dabei möchten wir Euch unterstützen und Euch unsere ganze Solidarität ausdrücken. Es ist vorbildlich, dass Ihr die Umsetzung von ERA ablehnt trotz der Spaltungsversuche von Ford, den heutigen Arbeitern einen Ausgleich zahlen zu wollen. Mit Eurem Kampf übernehmt Ihr Verantwortung für die Jugend und für die Einheit der Belegschaft.

Euer Misstrauen und Eure Ablehnung dieser Spaltungsversuche sind vollkommen berechtigt. Auch bei uns wurde der damaligen Stammbelegschaft mit der Einführung von ERA zugesagt, dass keine Lohneinbußen entstehen würden. Im vergangenen Jahr forderte die Geschäftsleitung von GM/Opel im Zuge der sogenannten 'Restrukturierung' dann aber die sofortige Umsetzung von ERA für alle Mitarbeiter, was einen unmittelbaren Lohnabbau von zum Teil mehreren Hundert Euro im Monat bedeutet hätte. Das beweist, wie viel ihre Zusagen wert sind! Nur die entschlossene Ablehnung dieser unverschämten Forderung durch Belegschaft, Vertrauenskörper und Betriebsrat hat das verhindert.

Wir wünschen Euch in Eurem Kampf einen vollen Erfolg – er ist nicht nur für Euch von großer Bedeutung, sondern richtungsweisend für alle Belegschaften und Branchen. Wir haben keinen Grund, irgendeine Form von Lohnraub und Lohndrückerei zu akzeptieren, weder bei Ford, noch bei Opel. Ganz im Gegenteil: Angesichts der Preissteigerungen der letzten Monate gerade bei den Lebenshaltungskosten müssen wir jetzt unsere Rechnung aufmachen, das volle Weihnachtsgeld durchsetzen und einen Lohnnachschlag fordern.

ERA muss vom Tisch!

Mit solidarischen Grüßen, Eure Kollegen von Opel Bochum!"