International

Wachsamkeit gegenüber der "Stimme" Avaaz

30.10.11 - "Per Mausklick für eine bessere Welt" - damit wirbt die Internetplattform Avaaz (das bedeutet in verschiedenen Sprachen "Stimme" oder "Schall"). Avaaz organisiert internationale politische Kampagnen, bei denen online-Petitionen zu Themen um "Klimawandel, Menschenrechte, Armut" unterzeichnet und Spenden eingezahlt werden können. 10 Millionen Menschen aus 200 Ländern hatten bereits im August eine derartige Petition unterzeichnet oder gespendet – und Avaaz damit ihre Daten als "Mitglied" überlassen.

Die Kampagnen lassen Ehrenhaftes vermuten – Rettung von Walen oder Delphinen, Spenden für Erdbebenopfer in Haiti, Verfolgung der Drogenmafia werden thematisiert. Ziel bleibt allerdings vor allem die Verteidigung des imperialistischen Weltsystems. So wird vehement zur Unterstützung der gegenwärtigen Wall-Street-Proteste geworben, um "die Demokratie von korrupten Interessen zu befreien". Wenn unter dem Vorwand der Einrichtung einer "Flugverbotszone" zum NATO-Angriff auf Libyen geworben wurde – dann ist das direkte Kriegspropaganda für die NATO.

Avaaz wurde 2007 von der US-Organisationen "Res Publica" und "MoveOn" als Stiftung gegründet. Die professionellen Mitarbeiter kommen vielfach aus der Rockefeller- und Gates-Stiftung. Die "Nichtregierungsorganisation" wird maßgeblich von George Soros finanziert, einem der skrupellosesten Spekulanten und Hedgefondsmanager des internationalen Finanzkapitals, der sich gerne als "Menschen- und Demokratiefreund" ausgibt und seit Jahren weltweit sein vor allem antikommunistisches Spinnennetz auswirft.

In dem Buch "Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution" von Stefan Engel wird seine Rolle in der "orangenen Revolution" in der Ukraine aufgedeckt (S. 301 ff). Auch der "Vordenker" des imperialistischen Ökologismus, Al Gore, gehört zu den Betreibern, es werden auch Verbindungen zur "Climate Group" gepflegt, die die so genannten "Klimaskeptiker" versorgt, für die CO2-Speicherung, Fortführung der Atomkraft eintritt usw. Dazu gehört auch die "International Crisis Group", in deren Beirat Joschka Fischer sitzt und die sich auf Volker Rühe als Berater stützt.

Zur Zeit betreibt Avaaz eine "Notfallpetition" gegen die Regierung von Bolivien, unter dem Vorwand, sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung und die Rettung des Urwalds zu engagieren ...