Politik

Abos für Rebell-Magazin sind Hagener Ordnungshütern ein Dorn im Auge

Hagen (Korrespondenz), 31.10.11: Am Montag, den 24. Oktober, haben wir von der REBELL-Studienfreizeit aus vor der Montagsdemo in der Hagener Innenstadt einen Einsatz zur Gewinnung neuer REBELL-Mitglieder gemacht. Zwei Rebellen sprachen in der Einkaufsstraße Jugendliche an, wurden aber sofort wieder gestoppt. Beamte des Ordnungsamtes sahen sich ihr Werbematerial an und meinten, so etwas ginge nicht ohne Genehmigung. Das bezog sich vor allem auf die Karten zum Abschließen eines Rebell-Magazin-Abonnements, da es laut städtischer Satzung verboten sei, einen Vertrag auf der Straße abschließen zu lassen und dafür Unterschriften einzufordern.

Man glaubt es kaum! Die zwei mussten ihre Personalien abgeben und mit aufs Amt. Sie protestierten dagegen und ließen sich die Dienstnummern der Ordnungshüter geben. Ihr "gefährliches" Material wurde beschlagnahmt und die beiden bekamen eine Quittung, auf der sie dann unterschreiben sollten. Das akzeptierten sie nicht und verweigerten die Unterschrift. Die beiden bekamen sogar noch einen mündlichen Platzverweis für 24 Stunden.

Trotzdem gingen sie zurück auf die Einkaufsstraße, weil dort die Hagener Montagsdemo stattfand und die anderen Rebellen auf sie warteten. Das Ordnungsamt erschien dann auch da und wollte noch die Personalien aller Teilnehmer des Einsatzes aufnehmen. Als dann Montagsdemonstranten dazu kam und erklärten, dass die Rebellen zur Montagsdemo gehören, wurden die Ordnungshüter-Sheriffs kleinlaut und räumten freiwillig das Feld. Offenbar hat sich die Montagsdemo durch ihren mutigen Widerstand gegen zahlreiche Schikanen und Behinderungen schon einigen Respekt verschafft.

Auf der Montagsdemo wurde das Thema Nummer eins und die beiden Rebellen bekamen viel Rückenwind. Dort wurde diskutiert, dass man eine solche Unterdrückung der Werbung von Abonnenten für das REBELL-Magazin, die Beschlagnahmung des Werbematerials und den ausgesprochenen Platzverweis auf keinen Fall hinnehmen kann - städtische Satzung hin oder her! Auf jeden Fall werden wir uns unser Material zurückholen, dagegen protestieren!